Begeisterung im Zirkusrund

Foto: Manfred Böckmann
  • Der Familienzirkus Trumpf ist für ein Gastspiel in Rüthen
  • Die Premiere ist am Freitag Nachmittag
  • Der Bürgermeister hat sich für den Zirkus eingesetzt

Rüthen..  Es ist ein kleines Familienunternehmen, bei der Groß und Klein eingespannt werden, um anderen Freude zu bereiten: Der Familienzirkus Trumpf macht in der Bergstadt Rüthen Station.

Seit Montag wird neben dem Kreisverkehr aufgebaut, damit zur Premiere am Freitag alles klar ist. Diesmal auf der anderen Seite als noch vor sieben Jahren, als der Zirkus mit Wintersitz in Olpe das letzte Mal in der Bergstadt war. Das angestammte Areal stand nicht mehr zur Verfügung. „Da hat uns der Bürgermeister sehr geholfen“, bedankt sich Junior-Chef Fernando Trumpf (28) bei Bürgermeister Peter Weiken – auch wenn so die Wagenburg nicht wie üblich als Kreis mit dem Zirkuszelt in der Mitte aufgestellt werden konnte. So eine Unterstützung ist übrigens nicht selbstverständlich: „Wir fühlen uns von manchen Bürgermeistern im Stich gelassen. Es ist insgesamt schwerer geworden.“

Als Familienzirkus hat man heute eh zu kämpfen – nicht nur, weil der vorherige Zirkus vielleicht vor noch gar nicht allzu langer Zeit gerade auch in der Stadt war. Sondern auch mit diversen anderen Medienangeboten. Fernando Trumpf hat da zwar ein klares Motto: „Fernsehen ist Quark, Zirkus – das ist stark“. Aber davon müssen die Zuschauer erst einmal überzeugt werden.

Für alle Altersschichten

Deshalb ist das rund zweistündige Programm (einschließlich einer kleinen Pause) auch auf alle Altersschichten angelegt, auch was Musik und Spezialeffekte anbelangt. So tritt die Eisprinzessin auf – mit einer Schneemaschine. Es gibt Luftakrobatik, Fahrzeuge in der Manege, Feuerspucker (ein Duo aus Spanien) mit Flammen bis unter die Zirkuskuppel.

Zum Programm gehören auch Tiernummern. Ein Thema, das auch immer wieder Tierschützer auf den Plan ruft – aber ohne, dass es im Zirkus Trumpf dadurch zu Problemen kommt, beteuert der Junior-Chef. Fernando Trumpf: „Wir werden jedes Jahr kontrolliert.“ Während der Pause bietet der Zirkus eine Tierschau an, im Anschluss findet das große Ponyreiten statt.

Dass die Aufführung am Sonntag bereits um 13.30 Uhr stattfindet, hat einen einfachen Grund: Direkt, nachdem die Manege geräumt ist, beginnt der Abbau, dann zieht es den Zirkus weiter – es geht in Richtung Warstein. Und damit wieder ein wenig näher an das Winterquartier in Olpe. Denn je nach Witterung ist zwischen Ende Oktober und Mitte November Schluss – obwohl das mehrere hundert Zuschauer fassende Zelt beheizt ist. Üblicherweise im März geht es dann wieder auf Tour, die den Zirkus hauptsächlich ins Sieger- und Sauerland, aber auch nach Ostwestfalen führt.

Auf städtischem Grund

In Rüthen schlägt der Zirkus übrigens seine Zelte auf einen städtischen Grundstück auf, erläutert Christoph Scholz von der Stadt. Der Zirkus muss eine Kaution hinterlegen, die abzüglich der Kosten für die Wiederherstellung des Platzes, Abgaben sowie Ver- und Entsorgungskosten nach Abschluss des Gastspiels erstattet werden.

„Zwei bis drei“ Zirkusunternehmen präsentieren sich pro Jahr in Rüthen, weiß Scholz – grundsätzlich gibt es seitens der Stadt die Genehmigung für den Auftritt, „aber wir schauen auch in den Kalender“. Heißt: Zum Marienmarkt oder auch dem Hansetag gab es Anfragen – aber kein Okay. Und auch am Schützenfest-Wochenende würde es die Stadtverwaltung so halten. Eine zahlenmäßige Begrenzung gibt es allerdings nicht.

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