Baustart für schnelles Internet im Kirchspiel Mülheim

Bauarbeiten Sichtigvor: Erster Spatenstich für das schnelle Internet in Mülheim/Sichtigvor/Waldhausen mit Hans Müller von der beauftragten Baufirma, Sewikom-Geschäftsführer Kai-Timo Wilke, Stephanie Stoof aus der Stadtverwaltung und den Bauarbeitern.
Bauarbeiten Sichtigvor: Erster Spatenstich für das schnelle Internet in Mülheim/Sichtigvor/Waldhausen mit Hans Müller von der beauftragten Baufirma, Sewikom-Geschäftsführer Kai-Timo Wilke, Stephanie Stoof aus der Stadtverwaltung und den Bauarbeitern.
Foto: WP
Es war mehr als ein symbolischer erster Spatenstich, mit dem gestern die Bauarbeiten für schnelles Internet in Mülheim, Sichtigvor und Waldhausen begonnen haben.

Sichtigvor.  An der Eichgartenstraße in Sichtigvor wurde im Auftrag des Telekommunikationsunternehmens Sewikom die erste Baugrube ausgehoben, um einen neuen Kabelverzweiger einzubauen. Bis Ende des Jahres dürften damit niedrige Bandbreiten der Vergangenheit angehören.

„Wir setzen unsere Technik an zehn Standorten neben die bestehenden Telekom-Kästen“, erklärt Sewikom-Geschäftsführer Kai-Timo Wilke beim Ortstermin. Sein Unternehmen hatte bei einer Ausschreibung der Stadt im vergangenen Jahr den Zuschlag bekommen, den Breitbandausbau in den Kirchspiel-Gemeinden umzusetzen.

Neues DSL-Signal entsenden

An den zehn Kabelverzweigern, die in den kommenden Wochen errichtet werden, wird ein neues DSL-Signal entsandt, das von dort in die Häuser geführt wird. Bislang läuft das Signal vom Hauptverteiler der Telekom über zwei Kilometer lange Kupferkabel ins Möhnetal. „Da ist die Bandbreite dann nicht mehr gegeben, weil die Kabel auf der Länge an Leistung verlieren“, erklärt Kai-Timo Wilke die bisherige Problematik. Die Übertragungsraten liegen dort größtenteils bei nicht mehr als zwei Mbit pro Sekunde.

Das neue DSL-Signal wird per Richtfunk an die Sewikom-Kästen gesandt. Dafür müssen neben den Kabelverzweigern knapp zehn Meter hohe Masten errichtet werden, die das Signal empfangen. Gebündelt werden die Funkwellen an zwei Standorten in Waldhausen und am Püsterberg. „Die Strahlenbelastung in diesem Gebiet wird aber auch danach noch deutlich geringer sein als sie bei normaler WLAN-Nutzung im Haus ist“, beruhigt Wilke mögliche Sorgen. Eine Bandbreite von bis zum 50 Mbit pro Sekunde soll auf diese Weise erreicht werden.

Rufnummer bei Wechsel behalten

Damit die Anwohner die höheren Internet-Geschwindigkeiten auch nutzen können, müssen sie ihren Internetanbieter wechseln und einen Vertrag mit Sewikom schließen. „Jeder Kunde behält ununterbrochen Telefon und Internet und die Rufnummer wird übertragen“, erklärt Wilke.

34,95 Euro kostet der Internet-Tarif monatlich, weitere 9,95 Euro müssen für das Telefon bezahlt werden. „Damit sind wir leider rund zehn Euro teurer als die Telekom“, räumt der Geschäftsführer ein, „dafür bekommen die Kunden bei uns aber eine deutlich höhere Bandbreite.“ Denn die Telekom wird die Sewikom-Infrastruktur nicht mitnutzen.

Die Preise hätten durch die Vorgaben der Ausschreibung in dieser Höhe angesetzt werden müssen, erklärt Kai-Timo Wilke. „Hätten wir weniger genommen, hätte die Stadt einen größeren Eigenanteil übernehmen müssen.“

 
 

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