Auf den Blickwinkel kommt es an

LWL Fortbildung
LWL Fortbildung
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Warstein..  Zu Experten in der Krisenbegleitung werden weitere Beschäftigte der LWL-Kliniken Lippstadt und Warstein ausgebildet. Das Projekt „Kompetenznetz Psychiatrie“ macht es möglich, dass jetzt die dritte Ausbildungsgruppe an den Start gehen konnte. Mitarbeiter aus dem ärztlichen, pflegerischen, sozialen und therapeutischen Dienst der Kliniken des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) lernen in diesem Lehrgang neue Wege im Umgang mit Klienten in schwierigen Situationen kennen und können ihre Kompetenzen erweitern, um solche Vorkommnisse hilfreich zu gestalten.

Probleme minimieren

Die Referenten Nico Oud und Gernot Walter zeigen zum Beispiel auf, wie wirkungsvoll eine Änderung des Blickwinkels sein kann: Wenn auf schwieriges Verhalten wertschätzend und einfühlsam reagiert wird, besteht oft die Möglichkeit, Probleme zu minimieren und Eskalationen zu verhindern. „Die Übertragung von Konzepten wie ‚Recovery’ (deutsch: Erholung, Genesung; hier im Sinne von: ‚aus der Beschränkung zurück zu einem selbstbestimmten Leben finden’) in den Alltag kann helfen, Interaktionen positiv zu verändern und Traumatisierungen zu vermeiden“, weiß Teilprojektleiterin Monika Stich.

Humane Handlungsmöglichkeiten

Das der Schulung zugrunde liegende Konzept stellt den partnerschaftlichen Umgang mit Patienten in den Vordergrund und liefert humane Handlungsmöglichkeiten.

Der Lehrgang „Experten Krisenbegleitung“ wird im Rahmen des Projekts „Kompetenznetz Psychiatrie“ am Fort- und Weiterbildungszentrum der LWL-Kliniken im Kreis Soest angeboten. Er wird als „Bestes Praxismodell“ der Initiative „weiter bilden“ definiert und durch Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds sowie Bundesmittel gefördert.

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