Auch Warstein muss Verlust der WLE tragen

Warstein/Lippstadt..  Die Westfälische Landes-Eisenbahn (WLE), an der auch die Stadt Warstein beteiligt ist, hat das Jahr 2013 mit einem Verlust von 2,225 Millionen Euro abgeschlossen. Das ist dem jüngst im Amtsblatt erschienenen Jahresabschluss zu entnehmen.

Das Unternehmen musste das Insolvenzverfahren des Vertragspartners für die Kalksteinsandtransporte verkraften. Der Vertrag sollte bis Ende 2017 laufen. Die Insolvenz werde bis dahin „zu einem nennenswerten wirtschaftlichen Schaden“ für die WLE sorgen, heißt es dazu im Lagebericht.

Allerdings konnte die Geschäftsführung gegensteuern, so dass der Roherlösverlust nahezu kompensiert worden sei. So seien unter anderem freie Kapazitäten am Markt angeboten worden. Die Umsatzerlöse sanken 2013 um 2,432 auf 11,571 Millionen Euro – hauptsächlich bedingt durch die Insolvenz des Kunden. Die transportierte Menge habe sich um 214 503 auf 1 077 840 Tonnen reduziert. Die Zahl der Mitarbeiter betrug 109 (115). Der Jahresfehlbetrag stieg aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen nur um 175 000 Euro.

514 000 Euro Förderung

Für 2014 ging die Geschäftsführung von einem Fehlbetrag in Höhe von 2,384 Millionen Euro aus. Positiv bewertet wurde zugleich das Schienengüterfernverkehrsnetzförderungsgesetz des Bundes. Die WLE erhielt eine Förderung in Höhe von 514 000 Euro, die sich 2014 in der Bilanz niederschlagen werden. Dies werde „zu einer mittel- bis langfristigen Ergebnisverbesserung und damit zu einer Entlastung der kommunalen Eigentümer“ führen, so die Geschäftsführung.

Die Stadt Warstein ist mit 6,71 Prozent an der WLE beteiligt, die Stadt Rüthen mit 1,84 Prozent. Der Kreis Soest ist mit 31,48 Prozent Hauptanteilseigner. Die Eigentümer gleichen die jährlichen Defizite aus; auf Warstein entfielen somit 2013 rund 150 000 Euro sowie über den Kreisanteil.

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