Altenrüthen vollzieht Generationswechsel im Ortsvorsteheramt

Armin Obalski

Altenrüthen.  Altenrüthen bekommt einen neuen Ortsvorsteher. Heinz Werner Klaus, seit 2009 im Amt, will sich im Mai zurückziehen. Niederlegen wird der CDU-Politiker zugleich auch sein Ratsmandat. Dies kündigte er bei der Jahreshauptversammlung der Ortsunion Altenrüthen an.

Während über seine Nachfolge in der Stadtvertretung Partei und Fraktion noch beraten müssen und dabei, laut Stadtverbandsvorsitzendem Jürgen Augustinowitz, auch die Reserveliste zu Rate ziehen werden, ist die Nachfolge im Ortsvorsteheramt geregelt. Claus Wiegelmann-Marx hat sich bereit erklärt das Amt zu übernehmen und wurde bei der Versammlung nominiert. Damit gelingt zur Freude von Heinz Werner Klaus und Ortsunionsvorsitzendem Hartmut Modes ein Generationenwechsel: Dem 64-Jährigen folgt der 35-Jährige. Die CDU hat das Vorschlagsrecht, weil sie bei der Wahl 2009 stärkste Kraft im Ort wurde. Gewählt wird der neue Ortsvorsteher durch den Rat.

Schon vor einem halben Jahr hatte Heinz Werner Klaus seine Absichten dem geschäftsführenden Vorstand mitgeteilt. „Ich werde 65 Jahre alt und bin seit 42 Jahren politisch tätig – das ist eine gute Gelegenheit zum Rückzug“, erklärte er in der Versammlung. Er habe bewusst einen Zeitpunkt weit vor der Kommunalwahl 2014 gewählt, damit sich sein jeweiliger Nachfolger einarbeiten könne. „Für die Aufgaben des Ortsvorstehers haben wir einen jungen, qualifizierten Mann, der die Sache mit Herzblut angehen wird“, freute sich Klaus. Er selbst war unter anderem Vorsitzender von Junger Union im damaligen Amt Rüthen, CDU-Stadtverbands- und Ortsunionsvorsitzender, von 1975 bis 1994 und seit 2009 im Stadtrat sowie von 1994 bis 2009 Kreistagsabgeordneter.

Wahlbezirk mit Menzel

Bei der nächsten Kommunalwahl werde Altenrüthen laut Vorschlag der Verwaltung einen Wahlbezirk mit Menzel bilden, erläuterte Hartmut Modes. Dafür wird der kleine Teilbereich Kallenhardts, der zuletzt dazu gehört hatte, wieder aus diesem Wahlkreis herausfallen. Modes zog eine zufriedene Bilanz der Arbeit der Ortsunion in den vergangenen beiden Jahren. Als Beispiele nannte er das Mitwirken an Dorfplatzgestaltung und Dorfwettbewerb. Nicht alles aber habe verwirklicht werden können, so ein Tempolimit am Ortseingang aus Richtung Menzel.

Über die jüngsten Entwicklungen in der Stadt berichtete Fraktionsvorsitzender Antonius Krane. Mit Blick auf Einsparungen sowie die Erhöhung von Steuern und Gebühren mache die politische Arbeit momentan wenig Spaß, allerdings seien diese Schritte unausweichlich gewesen. Aber die Erhöhungen träfen die Politiker natürlich auch selbst. Mit 120 Euro Mehrausgaben pro Jahr rechnet Krane für den Durchschnittshausbesitzer. Er selbst aber sei als Besitzer eines kleinen Hofes mit 430 Euro dabei.