5000 Proben auf Warsteiner Stadtgebiet bisher entnommen

Warstein/Kreis Soest.  In seiner ersten Sitzung nach der Kommunalwahl befasste sich der Kreisgesundheitsausschusses am Montagabend auch kurz mit dem Thema Legionellen. Umweltdezernent Norbert Hurtig gab einen Überblick über den aktuellen Sachstand.

Insgesamt 5000 Proben seien auf Warsteiner Stadtgebiet bisher genommen worden, dabei seien an allen Stellen der Probenentnahme immer wieder Legionellen nachgewiesen worden: „Das ist völlig normal, Legionellen kommen in der Umwelt vor.“. Auch der Serotyp 1, der die Krankheit hervorgerufen hatte, wurde und wird immer wieder nachgewiesen. Aber: „Wir haben keine Erkrankten mit diesem Serotyp“, so Hurtig. Bis zum Februar habe man eine abnehmende Konzentration der Legionellen beobachten können, dann jedoch seien die Werte plötzlich wieder bis auf fünfstellige Werte angestiegen (wir berichteten). „Es kann einem niemand sagen, woran das liegt“, so Hurtig.

Der Umweltdezernent informierte über die bereits laufenden und in Kürze beginnenden Sanierungsmaßnahmen, darunter der Kanalumbau und die Umwandlung der Abwasserbehandlung auf der kommunalen Kläranlage. „Dort soll künftig eine Behandlung ohne Sauerstoff, also anaerob, erfolgen. Damit soll den Legionellen die Lebensgrundlage entzogen werden. Ob das klappt, ist nicht sicher. Wir hoffen, dass es klappt“, so Hurtig.

Auf Anfrage der WP hatte auch das NRW-Umweltministerium bestätigt, dass der Serotyp 1 sowohl im Brauereiabwasser als auch im Abwasser der kommunalen Kläranlage immer wieder nachgewiesen werde.

 
 

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