40 Jahre die Politik geprägt

Verabschiedung Heinz Werner Klaus (Mitte): Sein Nachfolger als Ortsvorsteher, Claus Wiegelmann-Marx (links), und Bürgermeister Peter Weiken dankten ihm für sein rund 40-jähriges Engagement für die Allgemeinheit.
Verabschiedung Heinz Werner Klaus (Mitte): Sein Nachfolger als Ortsvorsteher, Claus Wiegelmann-Marx (links), und Bürgermeister Peter Weiken dankten ihm für sein rund 40-jähriges Engagement für die Allgemeinheit.
Foto: WP
Heinz Werner Klaus zieht sich aus den politischen Ämtern zurück. Grund genug für den Ort Altenrüthen, sich bei ihm zu bedanken. Auch Bürgermeister Peter Weiken schaute bei der Veranstaltung vorbei und fand viele lobende Worte.

Altenrüthen..  Wer sich seit über 40 Jahren in seiner Partei ebenso engagiert wie für die Entwicklung seines Heimatdorfes, der hat eine besondere Verabschiedung verdient, wenn er sich aus seinen Ämtern zurückzieht. Dies gilt für Heinz Werner Klaus aus Altenrüthen und so hatten sich zahlreiche Mitglieder der Dorfgemeinschaft dazu eingefunden. Vertreter nahezu aller Vereine, aber auch der beiden anderen im Ort vertretenen Parteien SPD und BG würdigten teils in Worten, teils durch ihre Anwesenheit seine Verdienste. Selbst Bürgermeister Peter Weiken war gekommen, um nach der Verabschiedung im Rat, aus dem Heinz Werner Klaus ebenfalls auf eigenen Wunsch ausschied, Dank zu sagen.

Von 40 Jahren, „in denen du das politische Geschehen in Altenrüthen wie kein anderer geprägt hast“, sprach Ortsvorsteher Claus Wiegelmann-Marx. Damit zollte er seinem Vorgänger Respekt, der dieses Amt vier Jahre lang bekleidet hatte – eine kurze Zeit im Vergleich zu Heinz Werner Klaus’ anderen Aktivitäten. Dazu einige Rahmendaten: 1970 Eintritt in die CDU, im gleichen Jahr Mitbegründer der Ortsunion Altenrüthen, in deren erstem Vorstand er Schriftführer war. Von 1978 bis 1999 war er Vorsitzender der Ortsunion, nach der Gründung des CDU-Stadtverbandes 1974 stellvertretender und schließlich zehn Jahre 1. Vorsitzender. Von 1975 bis 1994 und dann wieder von 2009 bis 2013 war er Stadtvertreter, zwischenzeitlich gönnte sich Heinz Werner Klaus keine Ruhe, sondern war Kreistagsabgeordneter. „Dir lag nichts an der großen politischen Bühne, sondern durch deine Heimatverbundenheit wolltest du weiter auf Orts- und Kreisebene arbeiten“, erklärte Wiegelmann-Marx mit Blick darauf, dass der Geehrte seine Aufgaben als Landes- und Bundesdelegierter nicht nutze, um in Land- oder Bundestag einzuziehen.

„Große Leistungen und Erfolge“ attestierte Bürgermeister Peter Weiken Heinz Werner Klaus. „Es ist keine Selbstverständlichkeit, sich 40 Jahre in den Dienst an den Mitmenschen zu stellen“, betonte er. Besonders hob er die vermittelnde Tätigkeit seines Gegenübers zwischen Stadt und Bürgerschaft hervor. „Das ist eine Aufgabe, die nicht immer einfach ist. Aber das weiß man erst, wenn man es selbst erlebt hat.“ „Ruckzuck“, so Weiken, steht man die der Kritik.“ Man merke gleich, ob jemand ein Amt wegen des Titels oder – wie der Geehrte – aus Liebe zu seinen Mitmenschen annehme. Doch es wurde an diesem Abend nicht nur dessen politisches Engagement gewürdigt. In allen Vereinen des Dorfes – außer der Frauengemeinschaft –, betonte Claus Wiegelmann-Marx, sei Heinz Werner Klaus Mitglied. Für sie alle gemeinsam dankte ihnen Klaus Müller vom Schützenverein. In alle Dankesworte eingeschlossen wurde die Ehefrau des verdienten Altenrütheners, Agnes Klaus.

Derart gelobt, bedankte sich Heinz Werner Klaus seinerseits: Für die Zusammenarbeit über Parteigrenzen hinweg, für die Unterstützung von Menschen mit der er nicht gerechnet hatte, für die Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister. „Es war schön“, lautete sein Fazit. Was gibt es dem noch hinzuzufügen?

 
 

EURE FAVORITEN