Weniger Patienten – Helios will Kosten reduzieren

Die Belegungszahlen der Baumrainklinik
Die Belegungszahlen der Baumrainklinik
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Bad Berleburg.  Die Bad Berleburger Baumrainklinik hat Probleme mit der Belegung. Zurzeit werden Ideen gesammelt, um die Kostenstruktur den gesunkenen Patientenzahlen anzupassen. Diese Information unserer Zeitung bestätigte gestern Helios-Pressesprecher Tobias Pott. Über mehrere Monate sei die durchschnittliche Patientenzahl unter einer Marke gewesen, „die wir brauchen, um die Klinik langfristig kostendeckend zu betreiben.“

Pott führt die derzeitige Situation auf die Tatsache zurück, dass die Kassen als Belegungsträger immer häufiger auf ambulante, wohnortnahe Behandlungen zurückgreifen. Vor allem bei zwei der drei Indikationen im Haus mache sich das bemerkbar – bei der Orthopädie und der Kardiologie. „Wenn man beispielsweise ein neues Knie bekommt, dann geht man heute in eine ambulante Reha.“ Nur bei schwereren Eingriffen und älteren Patienten – beispielsweise nach einer Hüft-OP – sei noch eine stationäre Behandlung angezeigt. Im kardiologischen Bereich habe sich diese Entwicklung schon lange abgezeichnet. „Das war ja auch der Grund für die Schließung der Herz-Kreislauf-Klinik.“

Konstante Zahlen bei Hörschäden

Deutlich konstanter sind die Patientenzahlen offenbar nur in der dritten Indikation, bei Hörschäden. Tobias Pott: „Da braucht man die entsprechende technische Ausstattung.“

Um die Baumrainklinik auch weiterhin kostendeckend zu betreiben seien nun Ideen gefragt – beispielsweise, um die erheblichen Energiekosten oder auch die Entsorgungskosten spürbar zu senken: „Wir müssen die Kostenseite der Klinik optimieren.“ Nicht ausschließen wollte Pott, dass „auch Personalmaßnahmen in Betracht“ kommen, um die Umstrukturierungen erfolgreich durchzuführen. Die gesamte Kostenstruktur sei schließlich „durchschnittlich für wesentlich mehr Patienten ausgelegt.“

Erste Gespäche mit Ärzten über die veränderte Situation seien bereits geführt worden. Sie sollen in den nächsten Tagen fortgesetzt werden. Konkrete Ergebnisse werden schon in Kürze erwartet.