VWS kauft sieben Buszüge für optimierten Betriebsablauf

Ein Zugfahrzeug – deutlich mehr Passagiere: Die neuen Buszüge.
Ein Zugfahrzeug – deutlich mehr Passagiere: Die neuen Buszüge.
Foto: WP Siegen
  • Steigende Kunden- und Umweltanforderungen für ÖPNV-Anbieter
  • Zur Sicherheit mit Videoüberwachungstechnik ausgerüstet
  • App und elektronisches Ticket in Planung

Siegen.. Klaus-Dieter Wern wirkt sichtlich zufrieden. Gerade hat der Eigentümer der Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd (VWS) sieben neue Buszüge vorgestellt. Damit wird das Unternehmen nach eigenen Angaben steigenden Umwelt- und Kundenanforderungen gerecht. Für über zwei Millionen Euro will das Unternehmen den Nahverkehr im Kreis weiter voranbringen.

Mehr Kapazität und Komfort

„Nachdem wir bereits 2015 einen Buszug angeschafft haben, möchten wir mit den sieben Buszügen weitere Optimierungen im betrieblichen Ablauf generieren“, sagt Wern. Insgesamt werde das Unternehmen den steigenden Komfortansprüchen der Fahrgäste und erhöhten Beförderungskapazitäten gerecht. So bieten die Busse jeweils Platz für 167 Fahrgäste, davon sind 61 Sitzplätze. Auch für Rollstuhlfahrer und andere in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen haben die neuen Busse Vorteile: Durch die Niederflurbauweise ist für alle Menschen ein leichter Einstieg möglich. Darüber hinaus spielten Sicherheitsaspekte bei der Anschaffung eine Rolle. So sind die Buszüge mit Videoüberwachung sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich ausgestattet.

Zweitgrößter Omnibusbetreiber

„Das ist schon etwas Besonderes. Wir sind in Deutschland der zweitgrößte Omnibusbetreiber nach München – und das, obwohl wir nur ein kleines Familienunternehmen sind“, zeigt sich Wern stolz auf die neuen Busse. „Mit dieser Anschaffung unterstreichen wir das und gewährleisten einen guten und bezahlbaren öffentlichen Personennahverkehr.“ Fahren sollen die Buszüge vor allem in den Hauptverkehrszeiten, etwa morgens auf wichtigen Schulrouten oder zur Uni.

App kommt im Laufe des Jahres

Darüber hinaus kündigt Wern zwei Neuerungen an. So wird es bald eine kostenlose VWS-App geben. In dieser sollen unter anderem die aktuellen Abfahrtszeiten aller Linien zu einem gewünschten Ziel angezeigt und Informationen über Störungen sowie Verkehrshinweise verbreitet werden. Ein besonderer Vorzug der App ist eine Funktion, mit der die Fahrgäste mithilfe der Handy-Kamera die Umgebung „scannen“ können und dann Informationen zu den nächsten Haltestellen erhalten. „Besonders für auswärtige Fahrgäste, die sich in der Region nicht auskennen, ist das ein toller Service“, betont Wern.

E-Ticketing geht in Praxisphase

Auch mit der Einführung des so genannten E-Ticketings betritt die VWS Neuland. Nach einem längeren Planungs- und Entwicklungszeitraum geht es nun in die Praxisphase. In Kürze soll eine bis November andauernde Testphase mit zehn Kunden beginnen. Als Ziel formuliert das Unternehmen, das E-Ticket im Jahr 2017 im Bereich der JobTickets in einem gemeinsamen Projekt mit der Sparkasse Siegen zu starten. „Mit unseren Buszügen, dem elektronischen Ticket und der kostenlosen App ermöglichen wir unseren Fahrgästen eine einfache, unkomplizierte und moderne Art der Fortbewegung“, findet Wern.

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