Unterricht vor der großen Leinwand

Siegerland..  Das Viktoria Filmtheater in Dahlbruch und der Cinestar in Siegen beteiligen sich vom 22. Januar bis 4. Februar an den Schul-Kino-Wochen NRW. Ab sofort können sich Schulklassen für Vorstellungen anmelden. Diese achte Auflage steht unter dem Motto: „Zusammen leben. sehen. lernen.“ Viele der ausgewählten Filme greifen die Themen Migration und Inklusion auf.

Die Schul-Kino-Wochen sind mit mehr als 100 teilnehmenden Kinos und rund 80 000 Schülerinnen und Schülern „das größte filmpädagogische Projekt des Landes“, wie es in einer Mitteilung heißt. Veranstalter sind „Vision Kino – Netzwerk für Film- und Medienkompetenz“ und „Film + Schule NRW“, eine Initiative des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) und des NRW-Schulministeriums. Dabei soll der „Kultur- und Lernort Kino erneut zum Klassenzimmer auf Zeit“ werden.

Außer einem Programm mit rund 150 Filmtiteln gibt es Kinoseminare, Lehrerfortbildungen zur Filmanalyse im Unterricht und Begegnungen mit Filmschaffenden wie Regisseuren, Schauspielern, Autoren oder Szenenbildnern.

Film mit dem „tiefbegabten“ Rico

Neben Erfolgsfilmen wie „Almanya“ werden aus aktuellem Anlass Filme wie „Hoppet“ oder „Kaddisch für einen Freund“ gezeigt, „die einen altersgemäßen Zugang zu komplexen Themenfeldern wie Flucht, Entwurzelung und Zusammenleben verschiedener Kulturen bieten und für die Lage von Flüchtlingen und Asylbewerbern sensibilisieren“, so die Veranstalter.

Dass auch „tiefbegabte“ Kinder wie Rico und „hochbegabte“ wie Oskar beste Freunde werden können, zeigt die erfolgreiche Verfilmung des Kinderbuchs „Rico, Oskar und die Tieferschatten.“ Weitere aktuelle Produktionen wie „Who am I – Kein System ist sicher“ zum Thema Hacker im Internet runden das Angebot ab.

„Alle Filme haben konkrete Lehrplanbezüge“, heißt es in der Ankündigung. Zur Vor- und Nachbereitung steht kostenloses Unterrichtsmaterial zur Verfügung. Lehrkräfte können zudem vorbereitende Informationsveranstaltungen besuchen. Für Schüler ist ein Wettbewerb geplant, bei dem sie selbst verfasste Filmkritiken einreichen können.

Bei den Schul-Kino-Wochen ist außerdem ein Filmprogramm zum „Wissenschaftsjahr 2015 – Zukunftsstadt“ inbegriffen. Einerseits geht es dabei um grundsätzliche Fragen, wie die Gesellschaft ihre Städte und das Leben darin gestalten will. Andererseits bieten die fünf Spiel- und Dokumentarfilme Anlass, sich mit den Herausforderungen auseinanderzusetzen, mit denen die Stadtentwicklung konfrontiert war und in Zukunft sein wird.

Städte im Wandel

„Die Filme zeigen Schülerinnen und Schülern, wie der gesellschaftliche, soziale und demografische Strukturwandel unsere städtische Umwelt verändert oder wie sich reale und virtuelle Räume zunehmend überlagern“, so die Veranstalter.

Der Eintrittspreis für die Kinovorführungen beträgt wie in den vergangenen Jahren drei Euro. Lehrkräfte und Begleitpersonen haben freien Eintritt.

EURE FAVORITEN