Trauer um Wolfgang Burbach

Dahlbruch..  Die Siegerländer und Wittgensteiner Kulturszene trauert um eine herausragende Persönlichkeit: Im Alter von 85 Jahren ist der langjährige Geschäftsführer des Gebrüder-Busch-Kreises Wolfgang Burbach gestorben.

Der gebürtige Krombacher gehörte zu den Gründern der späteren Kulturgemeinde für Hilchenbach, Kreuztal und Erndtebrück. Erst ehrenamtlich, später hauptamtlich führte er bis 1984 die Geschäfte des Busch-Kreises.

In dieser Zeit gelang es ihm, Kulturarbeit im Amt Keppel und der Stadt Hilchenbach aufzubauen, die beispielhaft für eine solch kleine Kommune war. Wolfgang Burbach holte renommierte Gastspielensembles nach Dahlbruch, wo sie im Gebrüder-Busch-Theater auftraten. Er förderte die klassische Musik, vor allem die Kammermusik. International bekannte Künstler wie die Mitglieder des Abegg-Trios waren immer wieder zu Gast beim Busch-Kreis. Eng arbeitete Wolfgang Burbach auch mit dem Siegerland-Orchester zusammen, aus dem die Südwestfälische Philharmonie entstand.

Mit Gründung der Brüder-Busch-Gesellschaft im Jahr 1964, die sich dem musikalischen Erbe der berühmten Musiker widmete, begann auch der Aufbau des Busch-Archivs, das in aller Welt Dokumente zum Werk der Busch-Brüder sammelte. 2011 veröffentlichte Wolfgang Burbach die Ergebnisse seiner Arbeit in dem Buch „Im Dienste der Brüder-Busch-Gesellschaft“.

Busch-Preis initiiert

Das Archiv wurde 2003 an das Karlsruher Reger-Institut übergeben, wo es heute jungen Musikwissenschaftlern für ihre Forschungszwecke dient. 1972 initiierte Wolfgang Burbach über die Busch-Gesellschaft auch die Verleihung eines Nachwuchsförderpreises, der an den ARD-Musikwettbewerb gekoppelt war und seither vielen später berühmt gewordenen Musikern zugesprochen wurde. Wolfgang Burbach war vor und nach seiner Geschäftsführertätigkeit in einem Industriebetrieb tätig, wo er die kaufmännische Ausbildung leitete.

 
 

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