Tote Babys in Tiefkühltruhen

Babyleichen Die Polizei macht im August einen grausigen Fund im Siegener Norden. In Niedersetzen stoßen die Beamten auf einen toten Säugling, den sie gefroren in einer Tiefkühltruhe entdecken. Nur kurze Zeit später finden Kollegen eine weitere Babyleiche in einem Eisfach in Bonn – ebenfalls gefroren. Die Ermittler teilen wenige Tage später mit, dass beide Kinder zum Zeitpunkt der Geburt gelebt hätten. Die 32-jährige Mutter, sie habe in den Vernehmungen zugegeben, ihre Kinder in die Gefrierfächer gelegt zu haben, sitzt seit dem Fund in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft bereitet die Anklage vor.


Anschlag Eine Shisha-Bar an der Koblenzer Straße wird im November ein Raub der Flammen. Unbekannte werfen spät nachts einen Molotow-Cocktail in das Café unweit der Siegerlandhalle. Die Flammen schlagen bis zur Decke. Drei Männer, unter ihnen der 21-jährige Betreiber, versuchen den Brand zu löschen. Vergeblich. Rettungskräfte evakuieren das Haus. In den Stockwerken über der Lounge – die Sportfreunde hatten vor Jahren dort im Gasthof Fischer ihre Vereinskneipe – sind Wohnungen und Fremdenzimmer. Verletzt wird niemand, den Schaden beziffert die Polizei auf mehrere zehntausend Euro. Von den Tätern fehlt jede Spur.


Schimmelhochhaus Mit dem von Schimmel befallenen ehemaligen Landesbehördenhaus an der Koblenzer Straße geschieht 2014 immer noch nichts – nur dass inzwischen nichts hinter Bauzäunen geschieht, die aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht aufgestellt sind. Das Studentenwerk wollte das Gebäude kaufen, abreißen und ein Studentenwohnheim auf dem Grundstück errichten. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) des Landes war einverstanden. Doch dann kam die Denkmalpflege und ließ die Immobilie unter Schutz stellen. Damit ist ein Abriss zwar erst einmal vom Tisch, aber noch ist das letzte Wort nicht gesprochen. 2015 wird das Gebäude neu ausgeschrieben. Das Haus unter den Auflagen des Denkmalschutzes umzubauen, kommt für das Studentenwerk aus Kostengründen nicht in Frage.


Theater Die dritte Siegener Biennale zieht im Frühsommer rund 7500 Besucher ins Apollo. Ein umwerfendes Theaterfestival auf höchstem Niveau – mit einem für die Siegener Biennale gewohnt schrägen Hauptpreis: Die Fälschung eines falschen Max-Ernst-Gemäldes.

EURE FAVORITEN