Totalschaden in Netphens Wäldern

Diethard Altrogge (Forstamt), Helmut Krämer, Othmar Schmidt, Uli Kolb (Waldbauernverband), Hartmut Weiß
Diethard Altrogge (Forstamt), Helmut Krämer, Othmar Schmidt, Uli Kolb (Waldbauernverband), Hartmut Weiß
Foto: Forstamt

Hohenroth/Eichen..  Rund 350 Waldbesitzer und Waldbesitzerinnen sind zu den Winterversammlungen in den Eichener Hamer und ins Forsthaus Hohenroth gekommen, zu denen das Regionalforstamt eingeladen hatte. Forstdirektor Diethard Altrogge ging auf das neue Landesjagdgesetz, das neue Landschaftsgesetz, die Novellierung des Landesforstgesetzes, die Entgeltordnung, und die Naturerbe-Stiftung ein: Das Forstamt verstehe die vielen Bedenken, Sorgen und Nöte der Waldbesitzer, insbesondere wenn es um Erträge aus der Forstwirtschaft oder Eigentumsrechte gehe. Er appellierte, diese Punkte gemeinsam zu diskutieren und auch „möglichst spannungsfrei“ umzusetzen.

Auszeichnung für Waldvorstände

Überaus kritische Worte fanden die Vertreter des Forstamts zur Wald-Wild-Situation. Die Wildbestände seien extrem angewachsen. Waldbereiche, in denen Rotwild heimisch sei, wiesen zum Teil „katastrophale Zustände“ auf: „Häufig Fichtenreinbestände ohne Verjüngung, wo auch kein Vorbau, keine Mischung und kein Unterbau außer im Zaun gedeiht.“ Teile Wittgensteins, der Großraum Netphen und das Südsiegerland seien stellenweise total geschädigt. Altrogge appellierte an die Waldbesitzer, „das Thema endlich ernst zu nehmen und sich zusammen mit den Jägern und den Förstern um eine scharfe Wildreduzierung zu kümmern“.

Ausgezeichnet wurden Helmut Krämer (Afholderbach), Johannes Gieseler (Alchen) und Othmar Schmidt (Walpersdorf) für jeweils 25 Jahre Engagement im Vorstand ihrer Waldgenossenschaften. Auf 40 Jahre im Ehrenamt blicken Herbert Rothe (Hauberg Lippe) und Hartmut Weiss (Sterzenbach-Schreiberg) zurück.

EURE FAVORITEN

Weitere interessante Artikel