Tierschützer klagen auf Akteneinsicht

Siegerland..  Wegen Bedenken hinsichtlich der Zustände in einem Siegerländer Hundezuchtbetrieb klagt ein Tierschutzverein vor dem Verwaltungsgericht Arnsberg gegen den Kreis Siegen-Wittgenstein. Das bestätigte Klaus Buter, Pressesprecher beim Verwaltungsgericht, auf Nachfrage der Redaktion. Die Tierschützer hatten Einblick in Behördenakten verlangt und wollten eingebunden werden in ein Verfahren zum Entzug der Lizenz für den Züchter.

Massive Vorwürfe

„Es werden konkrete Vorwürfe erhoben“, sagt Buter über die Klage, die im November einging. Der Tierschutzverein befinde sich nach eigenen Angaben im Besitz von belastenden Informationen, denen zufolge es in dem Betrieb etliche schwerkranke Hunde geben soll. Wegen dieses Verdachts beantragte der Verein Akteneinsicht. „Der Kläger ist nach dem Gesetz über das Verbandsklagerecht und Mitwirkungsrechte für Tierschutzvereine des Landes Nordrhein-Westfalen aus dem Jahr 2013 befugt, zugunsten der Tiere Rechtsbehelfe nach der Verwaltungsgerichtsordnung einzulegen“, heißt es in einer Mitteilung des Gerichts.

Der Kreis habe abgelehnt und darauf verwiesen, dass der Zuchtbetrieb bekannt sei und über eine offizielle Erlaubnis verfüge. Ein Kommentar aus dem Kreishaus war auf Nachfrage bei der Pressestelle nicht zu bekommen, da es sich „um ein laufendes Verfahren“ handele. Bis das Verwaltungsgericht sich mit dem Fall befassen kann, können noch einige Monate vergehen.

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