Spannende Einblicke ins Universum

Kreuztal/Siegen..  Planeten, Sterne, Kometen und vieles mehr kann man am nächtlichen Himmel beobachten. Viel besser als mit dem bloßen Auge geht das mit einem Fernrohr. Dies haben Schüler der Klasse 7b der Clara-Schumann-Gesamtschule Kreuztal bei einem Besuch des Schülerlabors der Universität Siegen erfahren.

An diesem Tag durften Schüler in die Rolle der Studenten der naturwissenschaftlichen Fakultät schlüpfen. In einer „Mini-Vorlesung“ waren sie von Aufnahmen des Universums beeindruckt. Sie konnten es kaum abwarten, die Universitätssternwarte zu besichtigen. Nachdem die abenteuerlichen „Hürden“, Wendeltreppe und Leiter, die hinauf in die Kuppel führen, überwunden waren, bekamen die Kinder einen ersten Einblick in die Arbeitsweise von Astronomen und Astrophysikern. Die Dimensionen des Fernrohrs und insbesondere die drehbare und verschließbare Kuppel hinterließen einen bleibenden Eindruck.

Der wissenschaftliche Mitarbeiter und Doktorand der Physikdidaktik Christian Deitersen konnte sich vor den vielen Fragen zum Weltraum und zum Teleskop kaum retten. „Wie funktioniert so ein Fernrohr?“ Dieser Frage widmeten sich die Schüler in dem anschließenden Workshop. Sie durften unter Anleitung der Physik- Studenten ein eigenes einfaches Fernrohr bauen und nahmen es am Ende der Veranstaltung mit nach Hause.

Zwei Linsen und eine Röhre

Bis dahin bestehende Unklarheiten konnten nun anschaulich erklärt werden: Die Schüler erfuhren, dass man lediglich zwei Linsen und eine Röhre benötigt, um eigene Entdeckungen am Nachthimmel machen zu können. Die Studenten erklärten: „Es handelt sich um ein sehr einfaches Prinzip! Dieses hat jedoch zu vielen Erkenntnissen in der Wissenschaft beigetragen.“

Durch das eigenständige Bauen des Fernrohrs konnten Schüler den Aufbau schnell nachvollziehen und anschließend sogar die Vergrößerung des eigenen Fernrohrs berechnen. „Das praktische Handeln, die Lernatmosphäre an einer echten Uni und der Austausch zwischen Dozenten, Studenten und Schülern hat die Motivation und das Interesse der Schüler an einem möglichen zukünftigen Studium gesteigert“, zog die begleitende Physikreferendarin Ina Militschenko ein Fazit.

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