Sommerwetter birgt Gefahren

Siegen.  Schwitzen bis der Arzt kommt – so könnte der Rekordsommer 2015 beschrieben werden. Während in diesen Tagen die Temperaturen wieder steigen, werden Erinnerungen an die Hitzeperioden im vergangenen Jahr wach. Darauf weist die Krankenkasse KKH hin.

Der laut Geschichtsbüchern drittwärmste Sommer aller Zeiten mit Rekordwerten um die 40 Grad Celsius blieb für viele Deutsche nicht ohne gesundheitliche Folgen. Nach internen Auswertungen der Krankenkasse mussten doppelt so viele Menschen wie im Vorjahr wegen eines Sonnenbrandes, Sonnenstichs oder Hitzschlags ärztlich behandelt werden. Vor allem Männern schien die Hitze zu schaffen zu machen. Die KKH registrierte im Monat Juli fast drei Mal so viele männliche Betroffene mit der Diagnose Hitzschlag und Sonnenstich wie 2014.

Hitzschlag

„Ein Hitzschlag kann entstehen, wenn der Körper zu langer Zeit hohen Temperaturen oder direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist. Auch bei hoher körperlicher Belastung droht die Kreislaufregulation zusammenzubrechen“, erklärt Krankenkassen-Mitarbeiter Heiko Langer. Die Symptome äußern sich zunächst in Schwindel, Übelkeit, hoher Körpertemperatur und heißer, trockener Haut. Im schlimmsten Fall können die Organe versagen und der Betroffene das Bewusstsein verlieren. Im Notfall sollte immer ein Arzt verständigt werden. Besonders gefährdet sind chronisch Kranke, Berufsgruppen, die im Freien arbeiten und so der Hitze besonders ausgesetzt sind, Sportler sowie kleine Kinder.

Sonnenstich

„Im Gegensatz zum Hitzschlag ist beim Sonnenstich in erster Linie das Gehirn betroffen. Die Hirnhäute in Kopf und Halswirbelsäule werden durch die intensive Sonneneinstrahlung gereizt“, so Heiko Langer. Dies hat zur Folge, dass der Betroffene unter Übelkeit, Erbrechen und Kopfschmerzen leidet. Eine leichte Kopfbedeckung in Form eines Sonnenhutes, einer Schirmmütze oder eines modischen Kopftuches hilft am besten, sich vor einem Sonnenstich zu schützen.

Zudem sollten bei Hitze folgende Regeln beachtet werden:

Viel trinken: Am besten eignet sich Mineralwasser, um den Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen wieder aufzufüllen.

Direkte Sonneneinstrahlung vermeiden: Wenn möglich, immer im Schatten aufhalten.

Richtig lüften: An heißen Sommertagen sollte man am besten nur lüften, wenn es draußen am kühlsten ist – also frühmorgens oder spätabends.

Die richtige Kleidung tragen: Luftige Blusen und Hemden aus natürlichen Materialien wie Baumwolle oder Leinen helfen, den Arbeitstag ohne Schweißausbrüche zu überstehen.