Siegener Rohrwerk Rudolf Flender nicht mehr insolvent

Den Geschäftsbetrieb der „Rudolf Flender GmbH und Co. KG“ hat die „Rudolf Flender Rohr GmbH“ gekauft.
Den Geschäftsbetrieb der „Rudolf Flender GmbH und Co. KG“ hat die „Rudolf Flender Rohr GmbH“ gekauft.
Foto: Jürgen Schade
  • „Rudolf Flender Rohr GmbH“ kauft Geschäftsbetrieb
  • 142 Arbeitsplätze in Siegen seien langfristig gesichert
  • Insolvenzverfahren habe notwendige Sanierung ermöglicht

Siegen..  Das Rohrwerk Rudolf Flender ist nicht mehr insolvent: Den Geschäftsbetrieb der „Rudolf Flender GmbH und Co. KG“ hat am Dienstag die „Rudolf Flender Rohr GmbH“ gekauft. Durch diesen Betriebsübergang seien 142 Arbeitsplätze in Siegen langfristig gerettet worden, teilt das Unternehmen mit. Vor der Insolvenz hatte die Firma 189 Mitarbeiter beschäftigt.

Am Standort Eiserfeld werden Stahlrohre und -profile gefertigt, die unter anderem in der Gasindustrie, der Fernwärme, in der Fördertechnik, beim Kessel-, Laden- und Möbelbau sowie im Bereich Automotive eingesetzt werden. Der Jahresumsatz hatte vor der Insolvenz rund 80 Millionen Euro betragen. Das im Jahr 1910 gegründete Unternehmen hatte im März 2015 Insolvenzantrag stellen müssen, unter der Insolvenzverwaltung durch Rechtsanwalt Martin Buchheister (Lüdenscheid) sei das Unternehmen erfolgreich saniert und fortgeführt worden, bis hin zur Übernahme in eine neue Betriebsgesellschaft.

Investitionen geplant

Die Rudolf Flender Rohr GmbH wird von zwei Unternehmerfamilien aus dem Siegerland gehalten. Das Insolvenzverfahren habe laut Mitteilung die notwendige Sanierung ermöglicht: „Es ist uns gelungen, das Unternehmen aus sich heraus gesunden zu lassen, die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen und in einem international hart umkämpften Wettbewerb wieder konkurrenzfähig zu sein“, so Geschäftsführer Michael Böhnke, der seinen Sanierungsauftrag kurz vor Insolvenzeröffnung übernommen hatte.

Im Vordergrund hätten jederzeit die treue Kundschaft und das Wohl der Mitarbeiter gestanden, die in den vergangenen Monaten an der Sanierung des Werks beteiligt gewesen seien. Künftig will das Unternehmen weiter investieren, um die Wettbewerbsfähigkeit des Rohrwerks weiter zu steigern.

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