Sanierung am Oberen Schloss wird teuer

Irmine Skelnik
Die Balken in der Wand des Oberen Schlosses sind morsch. Feuchtigkeit, Flechte und Insekten haben sie zerfressen.
Die Balken in der Wand des Oberen Schlosses sind morsch. Feuchtigkeit, Flechte und Insekten haben sie zerfressen.
Foto: Irmine Skelnik
Mit schlechten Nachrichten erwarteten die Bauleiter Jörg Heide und Stefan Schönstein von der Stadt Siegen die Mitglieder des Bauausschusses zu einer Ortsbegehung. Denn das, was sie bei der Sanierung der Fassade am Oberen Schloss entdeckt haben, wird noch richtig teuer:

Mit schlechten Nachrichten erwarteten die Bauleiter Jörg Heide und Stefan Schönstein von der Stadt Siegen die Mitglieder des Bauausschusses zu einer Ortsbegehung.

Denn das, was sie bei der Sanierung der Fassade am Oberen Schloss entdeckt haben, wird noch richtig teuer: Die Schwellen- und Dachbalken sind morsch. Durch Feuchtigkeit haben sich Flechten darin festgesetzt. Seit 40 Jahren habe es, laut Stadtbaurat Michael Stojan, keine Arbeiten an den Wänden des Gebäudes gegeben. Deshalb fiel der Schaden nicht auf.

„Unser Votum ist es, die gesamte Schieferfassade abzutragen“, so Heide. Denn man wisse nicht, wo sich der Mutterpilz befinde und hätte zudem noch nicht alle Schäden freigelegt. Beim Denkmalschutz seien dafür Gelder beantragt worden. Wie viel die Zusatzarbeiten kosten werden, kann Heide nicht sagen. „Wir bewegen uns wohl im guten sechsstelligen Bereich.“ Eigentlich hatte die Stadt für den neuen Putz an dem Gebäude des Oberen Schlosses rund 60 000 Euro veranschlagt. Für das darin untergebrachte Siegerland-Museum bestehe keine Gefahr. „Als wir den Schaden entdeckten, sind wir zu allererst mit einem Statiker und einem Holzexperten hin“, erklärt Schönstein. Mit Sorge, dass die Sanierung zusammen mit den 7,6 Millionen teuren Arbeiten an der Stadtmauer ein „Fass ohne Boden“ werden könnte, nahmen die Politiker die Informationen auf.