Rudirockt – Quer durch Siegen fürs Drei-Gänge-Menü

Jennifer Kalischewski
Rudirockt kommt nach Siegen.
Rudirockt kommt nach Siegen.
Foto: WAZ
Ein Abend, drei Gänge und jede Menge neue Bekannte – das Konzept hinter dem Kochevent Rudirockt ist simpel, überraschend und witzig. Ina van der Biesen, Master-Studentin aus Siegen, holt die Veranstaltung am 5. Februar erneut in die Stadt. Für alle, die gern kochen und bekocht werden.

Siegen.  Drei Gänge, drei Orte, zwölf neue Leute kennenlernen – dieses Menü-Prinzip steckt hinter „Rudirockt“. Am 6. Februar startet in Siegen eine neue Runde des so genannten Running-Dinners, des „Rundlauf-Abendessens“. Ina van der Biesen hat Rudirockt in Siegen nach mehrjähriger Pause wieder auferstehen lassen. Zum zweiten Mal organisiert die Master-Studentin den kulinarischen Abend und hofft auf viele Anmeldungen.

Die 23-Jährige ist quasi Rudirockt-Expertin: Fünfmal hat sie den Kochlöffel geschwungen und sich von anderen Teams bekochen lassen. „Das erste Mal habe ich zusammen mit meinem Bruder in Aachen mitgemacht.“ Das war 2011. Als sie nach dem Bachelor für ihr Masterstudium von Aachen nach Siegen zog, war schnell klar: Rudirockt muss mit in die neue Heimat.

Zwei der Rudirockt-Organisatoren ermutigten die Studentin, das Modell in ihrer neuen Stadt wiederzubeleben. Gesagt, getan. „Ich hatte in Aachen immer so viel Spaß, dass es für mich so war, als könnte ich ein Stück Aachen mit nach Siegen nehmen“, erzählt sie.

Viel Arbeit mache die Organisation der Veranstaltung nicht, versichert sie. „Ich musste nur einen Termin festlegen und das Teilnahme-Gebiet auf dem Plan im Internet anpassen. Hauptsächlich bin ich Ansprechpartnerin vor Ort“, beschreibt sie ihre Tätigkeit. Der Rest laufe automatisch über die Rudirockt-Internetseite. Die Strukturen für Siegen waren dort bereits angelegt, weil das Running-Dinner hier zwischen 2006 und 2008 vier Mal stattgefunden hat. Werbung laufe über Mund-zu-Mund-Propaganda. „Flyer erklären das Prinzip nicht so gut. Viel schöner ist es, wenn jemand total euphorisch davon erzählt“, sagt die Organisatorin.

Zum Abschluss geht’s in die Bar

Tatsächlich ist das Konzept leicht zu verstehen: Als zweiköpfiges Team bereitet man einen der drei Gänge in der eigenen Küche für zwei fremde Teams zu. Die anderen beiden Gänge lässt man sich in fremden Esszimmern servieren. Zur After-Dinner-Party geht’s mit allen Beteiligten in eine Bar.

Rudirockt klingt zunächst sehr studentisch. „Im Kern ist es das wohl auch“, gibt Ina van der Biesen zu, „aber jeder kann mitmachen.“ Im November 2013 war zum Beispiel Siegens Bürgermeister Steffen Mues dabei. Angst, den kulinarischen Erwartungen seiner Gäste nicht gerecht zu werden, brauche übrigens niemand haben. „Keiner erwartet das perfekte Dinner“, spricht Rudirockt-Profi van der Biesen aus Erfahrung. „Und ein bisschen Chaoscharakter“, sagt sie schmunzelnd, „gehört vielleicht einfach dazu.“

Weitere Infos:

Anmeldung bis 5. Februar, 12 Uhr, auf www.rudirockt.de .

Dort erhält man auch Menü-Route und Infos über seine Gäste.

Los geht’s mit der Vorspeise (18 Uhr). Es folgen Hauptgang (19.45 Uhr), Dessert (21.30 Uhr) und After-Dinner-Party (ab 22.45 Uhr).