Radler können es komfortabel rollen lassen

Kreis Olpe..  Radfahrer können sich freuen: Im Kreis Olpe wird reichlich Geld investiert, um Wege für die Zweirad-Fahrer auf Vordermann zu bringen. Stadt Olpe: Die Kreisstadt will rund 2 km des Weges zwischen Rüblinghausen und Gerlingen anpacken und dafür rund 270 000 Euro in die Hand nehmen. Gefördert wird das Projekt allerdings auch aus der Landeskasse - mit rund 37 000 Euro. Wie Tiefbauamts-Chef Josef Zeppenfeld im Olper Bauausschuss mitteilte, rechnet er mit einer Fertigstellung bis Ende des Jahres, bis auf den Baubereich I. Hintergrund: Die gesamte Maßnahme ist in vier Baubereiche aufgeteilt.

Baubereich 1: Start ist in Rüblinghausen, der Weg führt vom „Brackenweg“ bis zur Trafo-Station. Die bisherige ,Staub-Piste’ soll drei Meter breit und 710 m lang werden und in eine gute befahrbare Asphaltstrecke umgewandelt werden. Gebaut werden kann allerdings erst, wenn die Regenwasserbehandlungsanlage für die A 45 zwischen Rüblinghausen und Saßmicke fertig ist.

Absicherung mit Geländer

Baubereich 2: Hier soll über etwa 600 m hinweg oberhalb des Gewerbegebietes Langes Feld eine Absturzsicherung errichtet werden - mit Hilfe eines Unterfahrschutzes entlang der vorhandenen Schutzplanke und eines Geländers darüber.

Baubereich 3: Auch hier wird der Radler mit einem Asphaltweg erfreut - über 485 m vom Saßmicker Hammer bis zur Gemeindegrenze Richtung Gerlingen. Entlang des Ufers zur Bigge soll auch hier eine Absturzsicherung erfolgen - etwa 350 m lang, durch ein etwa 1.30 m hohes Stahl/Holz-Geländer.

Baubereich 4: Der Wirtschafts- und Gehweg in Saßmicke parallel zur Bigge wird asphaltiert, das Wegestück ist etwa 205 m lang.

Mit dem Radwegeprojekt will die Stadt Olpe vor allem die Anbindung an den überregionalen Ruhr-Sieg-Radweg“ erreichen, der zum Verbund der sogenannten „Panorama-Radwege“ gehört. Privat-Grundstücke benötigt die Stadt nicht.

Weitere Projekte in Arbeit

Der Landesbetrieb Straßen NRW will in diesem Jahr folgende Maßnahmen realisieren: Gemeinde Kirchhundem: Bereits vor drei Jahren hatte der Landesbetrieb Straßen NRW ein Teilstück von Würdinghausen (Albaumer Straße) bis Böminghauser Werk erstellt, in diesem Jahr soll nun ein weiteres Teilstück zwischen den Straßen „Oberer Königsberg“ und der „Albaumer Straße“ gebaut werden, der an das erste Teilstück andockt. Dafür stehen 110.000 Euro für das Teilstück in Würdinghausen zur Verfügung.

Radfahrer aus Richtung Kirchhundem können künftig durch das Gewerbegebiet Würdinghausen die stark befahrene Ortsmitte Würdinghausen mit zwei Kreisverkehrsplätzen komplett umfahren. Der Landesbetrieb Straßen NRW möchte den Rad weg nach Heinsberg über die alte Bahntrasse schnell weiterbauen, es hapert hier leider beim Grunderwerb von Privatleuten. StraßenNRW-SprecherKarl-Josef Fischer: „Wir lassen keinen Weg im Wald enden.“ Attendorn/Drolshagen: Ganz oben auf der Agenda von Straßen NRW ist der Weiterbau des neuen Lister- Radwegs vom Schnütgenhof zur Lister-Staumauer, der jetzt weiter bis Windebruch gebaut werden soll, in Verbindung mit einer Erneuerung der Landstraße und der Straßenentwässerung. Auch hier bereitet der Grunderwerb „noch ein paar Probleme“, so Fischer. Olpe/Drolshagen: Grünes Licht für Radfahrer heißt es in diesem Jahr auf jeden Fall für Radler von Olpe über den alten Bahndamm nach Bergneustadt. In Eichen wird eine neue Brücke gebaut, so dass die Radler auf der Bahntrasse weiterradeln können (wir berichteten), hinterm Hützemerter Tunnel geht es bald weiter bis Pernze und von da kann man auf Radwegen bis an den Rhein fahren.

Neue Brücken

Gebaut wird der Weg von Straßen NRW zusammen mit der Stadt Drolshagen. Der Auftrag ist bereits erteilt. Gemeinde Finnentrop. Entlang der Lenne und der Bigge werden für insgesamt rund eine Million Euro neue Brücken in der Tallage Finnentrop errichtet und Lücken im Radwegenetz beseitigt. So ist demnächst der Bigge-Radwege von der Quelle bei Römershagen bis zur Mündung in die Lenne durchweg befahrbar.

 
 

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