Polizei jagt Feuerteufel in Siegen

In der Daimlerstraße wird am Dienstag gegen 11.30 Uhr ein brennender Golf entdeckt.
In der Daimlerstraße wird am Dienstag gegen 11.30 Uhr ein brennender Golf entdeckt.
Foto: Jürgen Schade
Ein Brandstifter narrt Feuerwehr und Polizei. Seit Anfang des Jahres tragen mehr als 20 Brandstiftungen die Handschrift des Feuerteufels. Die Taktung wird höher, das Gebiet des Täters größer.

Siegen..  Ein Brandstifter narrt Feuerwehr und Polizei. Seit Anfang des Jahres tragen mehr als 20 Brandstiftungen die Handschrift des gleichen Feuerteufels. Die Brände werden nun häufiger, zudem weitet der Täter sein Gebiet innerhalb der Stadt Siegen aus. Der Sachschaden liegt auch jetzt in vierstelliger Höhe – die Einsatzkosten der Feuerwehr nicht einkalkuliert.

Wie geht der Täter vor?

Zunächst hat sich der Feuerteufel Ziele entlang der Eiserfelder Straße ausgesucht: Container auf dem Real-Parkplatz, Lastwagen und Autos – darunter zweimal das selbe VW-Beatle Cabrio. Dann zieht er weiter Richtung Schlachthof und Siegerlandhalle. Am Montag und Dienstag brennen Container und Lkw-Planen an der Leimbachstraße. Am Dienstag gegen 11.30 Uhr schlagen Flammen aus einem Golf in der Daimlerstraße. Der Brandstifter sucht seine Ziele nicht nur im Schutze der Dunkelheit auf. „Weitere Details können wir nicht bekanntgeben“, sagt Polizeisprecher Georg Baum. Aus ermittlungstaktischen Gründen. Zudem sei da die Sorge vor Nachahmern.

Wann gab es den letzten Feuerteufel in Siegen?

Anfang Dezember brennen bereits vier Autos in Weidenau aus – ein Kia in der Rosa-

Achenbach-Straße und drei Autos in der Siegstraße. Im März und April 2013 gibt es eine Reihe kleinerer Feuer. Schuppen, Ställe und Gartenlauben rund um Kaan brennen. Die Polizei überführt einen minderjährigen Täter. Die so genannten Feuerteufel von Siegen sorgen 2009 für Unruhe – sie legen fünf Feuer: Gartenlauben, Pferdeschuppen und Vereinsheime – unter anderem am Wellersberg und in Kaan – gehören zu den Zielen. Nach der dritten Brandstiftung richtet die Polizei die Ermittlungskommission „Feuerschein” ein. Zwei Männer, 18 und 21 Jahre alt, räumen die Brandstiftungen ein.

In einer Meldung der Polizei war die Rede von zwei jungen Männern, die in der Nähe des Tatorts gesehen wurden. Ist das eine Spur?

Die beiden Männer hatte ein Zeuge rund 300 Meter von einem Tatort an der Eiserfelder Straße entfernt gesehen. „Ob die beiden Männer jedoch im Zusammenhang mit der Tat stehen, ist unklar“, so Polizeisprecher Baum.

Worauf sollten Bürger achten?

Jede Kleinigkeit, die im Zusammenhang mit den Taten stehen könnte, könne helfen, so die Polizei. Die Bürger sollen besonders auf Menschen achten, die sich an Containern und Fahrzeugen verdächtig verhalten oder sich dort ohne Grund aufhalten. „In diesem Fall sollen die Bürger sofort die 110 anrufen“, so Baum.

Rolle der Medien: Stacheln Berichte einen Brandstifter an?

„Diese Frage stellen wir uns natürlich immer“, sagt der Polizeisprecher. Dennoch müsse die Öffentlichkeit informiert werden. Da die Ermittler dringend auf Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen sind.

P.S.: Folgen Sie uns auch bei Facebook .

EURE FAVORITEN