Normale nachbarliche Kontakte

Dr. Margarete Ott ist Professorin für Sprachwissenschaft und Didaktik an der Uni Osnabrück. Sie lebt in Netphen und engagiert sich dort selbst ehrenamtlich, indem sie Flüchtlingen Deutschunterricht gibt.

1 Kommen immer mehr Schüler ohne Deutschkenntnisse an die Schulen?

Es ist nicht richtig, dass generell immer mehr Kinder ohne oder nur mit geringen Deutschkenntnissen in die Schule kommen. Aber es gibt natürlich Phasen, wo zum Beispiel aufgrund eines höheren Flüchtlingsaufkommens durch aktuelle Krisen sich diese Zahlen drastisch erhöhen.

2 Welche Betreuung sollten diese Kinder idealerweise bekommen?

Neu angekommene Kinder sollten zunächst eine möglichst intensive und zumindest in der Anfangsphase zweisprachige Erstbetreuung erhalten. Danach sollten die Schüler entsprechend ihrer Altersklasse und ihrer schulischen Leistungsfähigkeit weitgehend in den Regelunterricht integriert werden.

3 Wie kann man Problemen entgegenwirken?

Angemessene Integration gelingt am ehesten bei normalen nachbarschaftlichen Kontakten. Es dürfe nicht sein, dass es Schulen mit stark überhöhtem Ausländeranteil gibt oder Wohnheime und Wohnviertel, wo Flüchtlinge beziehungsweise Ausländer quasi unter sich sind.

 
 

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