Neuer Verein sorgt sich um Schloss Junkernhees

Diese Menschen setzen sich für den Erhalt von Schloss Junkernhees
Diese Menschen setzen sich für den Erhalt von Schloss Junkernhees
Foto: Verein

Junkernhees..  Seit mehreren Jahren bereits ruht dort der Gastronomiebetrieb. Auch war Schloss Junkernhees zeitweise bundesweit zum Verkauf angeboten. Jetzt bemüht sich ein neu gegründeter privater Verein um Erhaltung dieses „wichtigsten profanen Gebäudes des Siegerlandes“.

30 Bürgerinnen und Bürger waren bei der Gründungsveranstaltung Anfang Juli dabei. Sie gehören dem „Verein zur Erhaltung von Schloss Junkernhees“ an, der inzwischen auch beim Amtsgericht Siegen ins Vereinsregister eingetragen ist. 1. Vorsitzende ist Sabine Thönnissen und 2. Vorsitzende Anna Wetz. Christian Gerhard fungiert als Schriftführer, Marc Thönnissen ist Schatzmeister und Florian Kiel sein Stellvertreter.

Als Ziel haben sich die Kreuztalerinnen und Kreuztaler gesetzt, das markante Gebäude im Heestal in seiner Substanz zu erhalten. Aus Spenden und Mitgliederbeiträgen sollen die notwendigen Reparaturen und Renovierungen finanziert werden. Darüber hinaus, so heißt es auf der Homepage des Vereins, „sind wir bestrebt, dem Schloss wieder Leben einzuhauchen, es für Ausstellungen, Workshops, Lesungen zu nutzen und so zu einem Teil die laufenden Kosten zu decken“. Dabei setzt der Verein auf positives Echo aus der Bevölkerung.

Hand in Hand mit den Eigentümern

Dabei arbeitet der Verein mit der Eigentümerfamilie Hand in Hand, wie Sabine Thönnissen unserer Zeitung sagte: „Wir wollten den Leerstand überwinden.“ Denn es werde in absehbarer Zeit kein Gastronomie- oder Hotelbetrieb stattfinden. In drei Arbeitseinsätzen wurden bisher die Außenanlagen gepflegt. Für den Tag des offenen Denkmals wurden Räume wieder zugänglich gemacht, der Rittersaal neu gestrichen.

Schloss Junkernhees im gleichnamigen Kreuztaler Stadtteil ist ein Renaissanceschloss, das in Teilen in seiner heutigen Form auf das Jahr 1523 zurückgeht. Damals wurde das Gebäude vom Herrn von und zu der Hees, Ritter Adam, als Wasserburg erbaut. Weitere Umbauten und Erweiterungen datieren auf das Jahr 1698. Der Turm erhielt das augenfällige Spitzdach indessen erst zum Ende des 20. Jahrhunderts.

Auch im städtischen Touristikkonzept wird gern auf das Motiv des Schlosses zurückgegriffen; sämtliche Informationsbroschüren der Stadt beinhalten Bilder von Junkernhees.

In der näheren Zukunft planen die Mitglieder des noch jungen Vereins, viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit in Renovierungsarbeiten stecken und ein tragfähiges Vereinsprogramm zu entwerfen. Teile des fast 500 Jahre alten Schlosses werden auch am Tag des offenen Denkmals (Sonntag, 14. September) für einen Nachmittag geöffnet. Führungen finden um 13.30 und 17 Uhr statt.

 
 

EURE FAVORITEN

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Deshalb gibt es den Aldi-Äquator

Beschreibung anzeigen