Mit Einbrüchen IS-Terror gefördert? Prozess gegen Salafisten

Auf 47 Verhandlungstage angesetzt: Acht mutmaßlichen Islamisten wird nun vor dem Landgericht Köln der Prozess gemacht.
Auf 47 Verhandlungstage angesetzt: Acht mutmaßlichen Islamisten wird nun vor dem Landgericht Köln der Prozess gemacht.
Foto: dpa
Acht mutmaßliche Islamisten stehen vor dem Landgericht Köln. Sie sollen Einbrüche verübt haben, um den bewaffneten Kampf in Syrien zu unterstützen.

Köln/Dreis-Tiefenbach. Vor dem Kölner Landgericht müssen sich seit Dienstag acht mutmaßliche Islamisten wegen einer Einbruchsserie zur Terrorfinanzierung verantworten. Mit ihrer vor allem aus Kirchen und Schulen stammenden Beute sollen die Verdächtigen aus der Salafisten-Szene die Terrororganisation Islamischer Staat finanziert haben. Ihnen wird die „Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat“ vorgeworfen. Für den Prozess, der am Morgen mit einiger Verspätung begann, wurden erhebliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Bis März 2016 sind 47 Verhandlungstage angesetzt.

Die Angeklagten, die zwischen 1992 und 1979 geboren sind, wollten mit der Beute aus den insgesamt neun Einbrüchen und Einbruchsversuchen laut Anklage islamistische Kämpfer in Syrien unterstützen. Einer von ihnen habe zudem in einem Internetvideo mit dem Titel „Bis der Kopf fliegt“ zum bewaffneten Dschihad aufgerufen, erklärte der Gerichtssprecher. Er hat sich der Anklage zufolge Ende 2013 in Syrien militärisch ausbilden lassen, mit dem Ziel, sich dort selbst an Kampfhandlungen zu beteiligen.

Die Männer wurden bei einer großangelegten Razzia in Köln, Siegen, Bergisch-Gladbach, Kreuztal und Netphen im November 2014 festgenommen. Gegen drei von ihnen laufen nach Gerichtsangaben weitere Verfahren vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf.

Bei ihren Einbrüchen von 2011 bis Ende 2014 in Köln und Siegen sollen die Angeklagten mehr als 19.000 Euro erbeutet haben. Einer der Männer soll in einem Youtube-Video zudem zur Teilnahme am bewaffneten Dschihad aufgerufen haben. (epd, dpa)

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