Ministerin lobt Mehrweg-System

Petra Schadeberg-Herrmann, Gesellschafterin der Krombacher Brauerei und Helmut Schaller, technischer Geschäftsführer, freuten sich über den Besuch von Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks, die sich in der Krombacher Brauerei über das Engagement im Mehrwegbereich informierte.
Petra Schadeberg-Herrmann, Gesellschafterin der Krombacher Brauerei und Helmut Schaller, technischer Geschäftsführer, freuten sich über den Besuch von Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks, die sich in der Krombacher Brauerei über das Engagement im Mehrwegbereich informierte.
Foto: Krombacher Brauerei

Krombach.  Bei diesem Besuch in der Krombacher Brauerei drehte sich ausnahmsweise einmal alles um leere Bierflaschen: Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks, die von Jürgen Resch, Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, begleitet wurde, interessierte sich für das Mehrwegsystem .

Die Gesellschafter Petra Schadeberg-Herrmann und Bernhard Schadeberg sowie der technische Geschäftsführer Helmut Schaller nahmen die Ministerin in Empfang. „Die Ausrichtung der Gebindepolitik auf Mehrweg ist ein konkreter Beitrag zum Schutz von Umwelt und Klima“, sagte Bernhard Schadeberg.

Bedeutsam auch für Arbeitsplätze

Die Ministerin zeigte sich beeindruckt: „Das Umweltengagement der Krombacher Brauerei ist beispielhaft, sie hat ein auf vielen Ebenen bemerkenswertes Nachhaltigkeitskonzept.“ Jürgen Resch wies die Umweltministerin auf die besondere Bedeutung des deutschen Mehrwegsystems für Umweltschutz, Getränkevielfalt und regionale Arbeitsplätze hin und forderte sie dazu auf, sich aktiv für dessen Erhalt einzusetzen.

Mehr als 95 Prozent aller Krombacher Produkte werden in Mehrweg-Behältnissen abgefüllt und an den Verbraucher ausgeliefert. Selbst Individualflaschen, die nicht von verschiedenen Getränkeherstellern verwendet werden können, werden 20 bis 30 Mal wiederbefüllt. Vor allem die ersten zehn Umläufe sind entscheidend für die Ressourcenersparnis.

Im Zuge einer ständigen Prozessoptimierung sind in den letzten Jahren insbesondere in Krombach auch große Fortschritte bei der Leergutsortierung zu verzeichnen gewesen. So konnte Krombacher die Verlustquote bei Leerflaschen seit 2007 um etwa 80 Prozent senken. Im gleichen Zeitraum von 2007 bis 2013 konnte der Anteil an sortierten, intakten Flaschen um knapp 91 Prozent gesteigert werden. Bei den verbliebenen, weggeworfenen Flaschen handelt es sich um defekte Flaschen, die zu 100 Prozent recycelt werden können. Altglas kann ohne Probleme eingeschmolzen werden - ein weiteres Plus für die Umwelt.

Darüber hinaus ist es Krombacher gelungen, in Kooperation mit dem deutschen Getränkefachgroßhandel die Sortierquote enorm anzuheben, so dass dort 35 Millionen intakte Mehrwegflaschen pro Jahr sortiert zurückkommen. Der mit 22 Standorten größte deutsche Getränkelogistiker, die Firma Trinks, hat eine moderne Leergutsortierung in Großbeeren bei Berlin installiert.

Gestiegen ist die Menge des Leerguts, die mit jedem Lkw transportiert werden kann: das 1,8-fache einer „Vollgutladung“. Möglich wird das mit dem Einsatz von Megalinern und dem optimierten Ausbau der Laderaumtechnik und Ladungssicherung.

 
 

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