Krombacher verlagert Bierproduktion der Eichener Brauerei

Die Eichener Brauerei von Krombach. Hier wird bald kein Bier mehr gebraut, sondern in Steinfurt.
Die Eichener Brauerei von Krombach. Hier wird bald kein Bier mehr gebraut, sondern in Steinfurt.
Foto: WR
Eine 126-jährige Tradition endet: Die Krombacher verlagert die Produktion der Biere aus der Eichener Brauerei nach Steinfurt. Künftig werden Eichener Pils und Gold bei der ebenfalls zur Krombacher Gruppe gehörenden Rolinck Brauerei hergestellt.

Eichen/Krombach.. Dies hat die Krombacher am Freitag mitgeteilt: In den letzten zehn Jahren sei in Eichen viel investiert und repariert worden.. Doch aufgrund eines größeren technischen Defekts lassen sich derzeit Eichener Produkte nicht in der einstmals im Besitz der Familie Schweisfurth befindlichen Brauerei brauen.

Der aktuelle und zukünftig absehbare Reparaturbedarf der über 45 Jahre alten Brau-Anlagen liege bei knapp einer Million Euro.

Viele Gespräche hätten stattgefunden. Dr. Karl-Wilhelm Schweisfurth, Angehöriger der ehemaligen Inhaberfamilie, kommentierte laut Mitteilung der Krombacher die Lage so: „Natürlich bedauern wir den eingetretenen Fall und müssen leider feststellen, dass ein betriebswirtschaftlich sinnvoller Brauprozess nicht mehr möglich sein wird.“

Krombacher nutzt altes Gelände für Logistik

Die wenigen noch verbliebenen Mitarbeiter – Krombacher-Sprecher Dr. Franz-Josef Weihrauch spricht von „drei bis vier“ sollen im Hauptunternehmen im benachbarten Stadtteil Krombach weiterbeschäftigt werden. Das künftig nicht mehr als Braustätte dienende Gelände der „Eichener“ will die Krombacher Gruppe künftig für Logistik-Zwecke der Eichener und der Krombacher Brauerei nutzen.

Eine Verlegung der Produktion nach Steinfurt sei „intensiv geprüft und für gut befunden“ worden. Laut Dr. Karl-Wilhelm Schweisfurth, der die Übertragung der Original-Rezeptur nach Steinfurt selbst begleitet habe, werde „unser Eichener seinen Charakter voll beibehalten“.

Name kann laut Krombacher trotz neuem Standort erhalten bleiben

Der Name des Bieres, das im Siegerland und einigen anderen Regionen der Bundesrepublik vertrieben wird, kann laut Dr. Weihrauch beibehalten werden: Es sei eine eingetragene Marke, die Bezeichnung sei nicht standortabhängig. Vermerkt werde künftig auf den Etiketten, dass der Brauort in Steinfurt ist.

 
 

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