Kein Feuer mehr vor dem Tunnel

Der Hohenhainer Tunnel
Der Hohenhainer Tunnel
Foto: WR
Generationen von Freudenbergern haben auf der freien Fläche vor dem Hohenhainer Tunnel, durch den heute ein Radweg führt, abends kampiert, Lagerfeuer und „sonst was“ gemacht. Damit soll nun Schluss sein. Revierförster Martin Lentrup berichtete bei Beratung des Forstwirtschaftsplanes im Hauptausschuss, dass für dieses Jahr die Aufforstung des Bereichs vorgesehen ist.

Freudenberg..  Generationen von Freudenbergern haben auf der freien Fläche vor dem Hohenhainer Tunnel, durch den heute ein Radweg führt, abends kampiert, Lagerfeuer und „sonst was“ gemacht. Damit soll nun Schluss sein. Revierförster Martin Lentrup berichtete bei Beratung des Forstwirtschaftsplanes im Hauptausschuss, dass für dieses Jahr die Aufforstung des Bereichs vorgesehen ist.

Flammen zu dicht am Wald

Damit will die Forstbehörde den verbotenen Lagerfeuern den Riegel vorschieben. Denn, so Lentrup: „Vom 1. März bis 31. Oktober ist im Abstand von 100 Metern zum Wald kein Feuer erlaubt.“ Dort allerdings stehen auch während dieser Zeit die Flammen „eineinhalb Meter hoch“, und die feiernden Jugendlichen beschallen die umliegenden Waldgebiete mit Lautsprecherboxen, aus denen „Rock’n’ Roll und Techno“ dringt. Ermahnungen blieben ungehört. Ihm seien sogar „Schläge angedroht“ worden, sagte Martin Lentrup, als er einmal in Uniform nach dem Rechten gesehen habe.

Die Pläne des Forstbeamten kamen allerdings bei einigen Ausschussmitgliedern nicht gut an. Klaus Krämer (SPD) erinnerte daran, dass der Platz vor dem Tunnel immer schon ein Ort zum Feiern gewesen sei: „Das wurde immer geduldet, jetzt soll es verboten werden.“ Kornelia Busch-Pfaffe (CDU), die Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Touristik, wies darauf hin, dass für Familien dort sogar ein Picknick-Platz angelegt worden sei. AL-Sprecher Hans-Dieter Wierczoch sprach gar von einem „Traditionsplatz“.

Weiter wurde im Zusammenhang mit dem Forstwirtschaftsplan bekannt, von welchen Haubergs- und sonstigen Waldanteilen sich die Stadt Freudenberg trennen will, um ihren Grundbesitz zu optimieren: Insgesamt geht es um Flächen in Alchen, Dirlenbach, Niederndorf, Oberfischbach und Oberholzklau, die nach Schätzung der dortigen Waldgenossenschaften einem Wert von 152.500 Euro entsprechen.

Peter Kulik (CDU) wandte sich gegen die Absicht der Stadtverwaltung, die Anteile an die jeweiligen Waldgenossenschaften zu verkaufen. Vielmehr solle in den einzelnen Ortschaften nach neuen Anteilseignern gesucht werden. Klaus Krämer schlug vor, die Waldstücke auszuschreiben, damit sich Interessenten in einem Bieterverfahren um die Flächen bewerben können.

Kahlschlag für mehr Sonnenlicht

Insgesamt verfügt die Stadt Freudenberg über 240 Hektar eigene Waldflächen, die mit rund 80 weiteren Klein- und Kleinsteigentümern in einer Forstbetriebsgemeinschaft bewirtschaftet werden. Für dieses Jahr sind ein Kahlschlag der Fichten am Hang unterhalb des Sportplatzes Niederndorf sowie die Durchforstung des Kuhlenbergs vorgesehen. Von der Maßnahme in Niederndorf versprechen sich viele Anwohner wieder eine längere Sonnenscheindauer auf ihren Grundstücken.

 
 

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