Jetzt entscheidet Arnsberg

Wilnsdorfer Eltern sorgen sich um die Grundschulen der Gemeinde.
Wilnsdorfer Eltern sorgen sich um die Grundschulen der Gemeinde.
Foto: Uli Geis

Wilnsdorf..  Im parlamentarischen Ringen um den richtigen Weg zur Erhaltung der sieben Grundschulstandorte gab es auch im Rat für Bürgermeisterin Christa Schuppler und ihren Stellvertreter Helmut Eich keine befriedigende Lösung.

Trotz der eindeutigen Hinweise von Schulamtsdirektor Volker Reichel mit Blick auf die zu erwartenden Lehrerstellen („Es wird keine Lex Wilnsdorf geben“) beharrten CDU und FDP mehrheitlich darauf, dass entgegen der Vorstellungen der Verwaltungsspitze sowie der SPD und Grünen doch an allen sieben Standorten je eine Eingangsklasse gebildet werden sollen.

Druck der Eltern in den Gremien

Das Beharren wurde den Befürwortern der (vermeintlichen) Optimallösung auch dadurch erleichtert, dass wieder viele Eltern im Publikum saßen und ihre Forderung nach dem Erhalt der Schule vor Ort nicht nur im Rahmen einer der Beratung vorgeschalteten Bürgerfragestunde deutlich machten, sondern auch durch Zwischenrufe während der Diskussion im Plenum. Und als sei der Zündstoff noch nicht ausgereizt, legte der FDP-Fraktionsvize Andreas Klein eine zweiseitige Resolution vor, mit der die Landesregierung aufgefordert werden soll, „eine ausreichende Zahl von Lehrern zur Verfügung zu stellen.“

Alleine diese Formulierung brachte Eckehard Blume auf den Plan. Hier wie bei einigen anderen Punkten attestierte der Grünen-Sprecher in einem emotionalen Redebeitrag den Liberalen „handwerkliche Fehler“. Wilnsdorf erhalte für seine Schülerzahl ausreichend Lehrer, betonte Blume.

Auch die SPD, die einem Appell an das Bildungsministerium durchaus offen gegenüber stand, wollte dem Papier, so die Fraktionsvorsitzende Petra Weskamp, in der vorgelegten Form nicht zustimmen. Unterstützung erhielt sie ausgerechnet von ihrem CDU- Pendant Werner Kölsch, der ebenfalls der Ansicht war, dass das Papier, wie von Schuppler vorgeschlagen, von der Verwaltung so überarbeitet wird, dass es von allen Fraktionen unterzeichnet werden kann.

Unbeschadet der sich zumindest in dieser Frage andeutenden Einigkeit blieb der Rat bei der Abstimmung über die Standortfrage gespalten. Während die Opposition aus Protest den Saal verließ, stimmten CDU und FDP für Eingangsklassen an allen sieben Standorten. Damit liegt die Entscheidung über die Zukunft der Wilnsdorfer Grundschullandschaft in Arnsberg. Zum Bedauern von Blume: „Wir haben nun eine Hängepartie, die ohne den Rat beendet wird.“

 
 

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