Hunderennen in Siegen – Flinke Flitzer auf vier Pfoten

Die kleine Pudeldame Lilly macht zum ersten Mal beim Hunderennen am Wellersberg mit.
Die kleine Pudeldame Lilly macht zum ersten Mal beim Hunderennen am Wellersberg mit.
Foto: Sonja Riedel
Beim Hunderennen auf dem Siegener Wellersberg stand der Spaß im Fokus für Mensch und Tier. Zum 10. Mal veranstaltete der Gebrauchshundsportverein Siegen das Rennen.

Siegen..  „Lina, komm!“ ruft Sabine Glocker und wedelt mit dem Leckerli-Beutel. Die braune Mischlingshündin lässt sich nicht lange bitten und rennt im Affenzahn auf ihr Frauchen zu. Dafür bekommt sie schließlich eine Belohnung aus dem Beutel. „Das waren 7,58 Sekunden“, tönt eine Lautsprecherdurchsage. Lina und ihr Frauchen machen beim Wellersberger Hunderennen mit. Zum 10. Mal veranstaltete der Gebrauchshundsportverein (GHSV) Siegen das Rennen am Samstag auf seiner Anlage.

Als Lina an der Reihe ist, bringt Sabine Glocker sie zu einer Helferin am Startpunkt der Strecke. Sie hält die drei Jahre alte Hündin so lange fest, bis ihre Besitzerin am Ziel angelangt ist. Dann kann es losgehen und Lina rennt die 75 Meter. Lichtschranken an Start und Ziel messen die Zeit. Besonders trainiert hat Sabine Glocker mit Lina nicht. „Ihr macht das einfach Spaß, so zu rennen“, erzählt sie. Sie kommen aus Freudenberg. Ob Lina später einen Preis erhält, das kann Sabine Glocker nicht einschätzen. Sie vermutet, dass ihr Mischlingsrüde Paul bessere Chancen auf eine Platzierung hat. „Der ist neun Jahre alt und startet in der Seniorenklasse.“ Paul ist nur wenig langsamer als Lina, er schafft die Strecke in 7,66 Sekunden.

In mehrere Klassen unterteilt

Drei Größenklassen gibt es bei dem Rennen, damit kein Dackel gegen einen Schäferhund antreten muss. Und dann sind die Klassen noch in Altersgruppen unterteilt. Eine Extra-Klasse gibt es für Windhunde. Jeder Hund läuft zwei Mal. „Die schnellste Zeit zählt für die Wertung“, sagt Renate Geduhn, Vorsitzende des Vereins. 42 Starter gibt es. „Wir haben auch Teilnehmer, die aus Hagen oder Frankfurt angereist sind“, sagt sie. In jeder Klasse werden die drei schnellsten Hunde platziert. Darüber hinaus gibt es Extra-Preise. „Der älteste, jüngste und langsamste Hund bekommt noch etwas von uns“ sagt Geduhn. Es gibt auch noch ein besonderes Rennen für den guten Zweck: Die Anmeldegebühren für diesen Wettbewerb bekommt der Tierschutzverein Hilchenbach.

Weil Herrchen oder Frauchen am Ziel stehen und ihren Hund locken, klappe das Rennen auch mit ungeübten Hunden gut, erklärt Geduhn. Trotzdem gibt es den ein oder anderen Kandidaten, der sich nicht locken lässt.

Und statt die Rennstrecke entlang zu laufen lieber nach links zu den anderen Hunden auf die Wiese rennt. Das sorgt zwischendurch für Gelächter bei den Zuschauern. Für die Wertung ist das aber kein Problem: Diese Hunde dürfen erneut starten. Bei Annika Rau und Lilly klappt es aber auf Anhieb. „Wir sind zum ersten Mal hier“, erzählt sie. Die beiden sind aus Hilchenbach nach Siegen gekommen. Die kleine Pudeldame schafft die Rennstrecke in 8,1 Sekunden. „Mal gucken, ob wir damit einen Preis gewinnen können“, sagt Rau. Auch für sie steht der Spaß im Vordergrund. Und den hat Lilly sichtlich, als sie auf ihr Frauchen zu rennen darf.

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