Haus Patmos soll weiter Bestand haben

Siegen..  Das Haus Patmos soll plansaniert und uneingeschränkt fortgeführt werden. Das teilt Dr. Gregor Bräuer, vorläufiger Insolvenzverwalter und Partner der Kanzlei Hermann Wienberg Wilhelm, mit. Das Tagungszentrum in Geisweid gehört zur zahlungsunfähigen Kolleß-Gruppe. Die wiederum hat Mitte September Insolvenzantrag gestellt (wir berichteten). Das Familienunternehmen hat Standorte in Siegen, Hessen, Ostdeutschland und Rumänien. Unter dem Dach der Gruppe befinden sich außer dem Hotel vor allem Steuerberatungs- und IT-Unternehmen.

Der Rechtsanwalt, wie es in der Mitteilung weiter heißt, habe sich – zusammen mit einem Team aus Betriebswirten, Kaufleuten und Juristen – in den Tagen nach Antragstellung in die Strukturen der Kolleß-Gruppe eingearbeitet und vor Ort zahlreiche Gespräche mit den für die Betriebsfortführung unverzichtbaren Beteiligten geführt. „Alle, egal ob Mitarbeiter, Kunden oder Lieferanten, verhalten sich sehr konstruktiv und halten auch weiterhin zur Gruppe. Auch die beteiligten Banken, mit denen ich in engem Kontakt stehe, sind bereit, den Sanierungsprozess zu unterstützen“, betont er. Das Insolvenzgeld sei vorfinanziert, Mitarbeiter könnten pünktlich bezahlt werden.

Zweistelliger Millionenbereich

Die aktuelle Lage von Haus Patmos bezeichnet der Insolvenzverwalter als positiv: „Haus Patmos ist weit über die Region hinaus bekannt für sein vielfältiges Angebot und seinen umfassenden Service,“ sagt er. „Wir haben eine überwältigende Buchungslage.“ Die Geisweider Einrichtung soll finanzwirtschaftlich von der restlichen Gruppe entflochten werden. Zur Gruppe gehören vermietete Gewerbe- und Wohnimmobilien in Siegen und Sachsen mit einem Gesamtwert im zweistelligen Millionenbereich. Eine Plansanierung ist auch für die Immobiliensparte denkbar. Dennoch hätten sich bereits zahlreiche Kaufinteressenten für die Immobilien gemeldet.

 
 

EURE FAVORITEN