Hängepartie am Wellersberg

Siegen.  Am 24. November 2011 hat der Kulturausschuss beschlossen, eine Gedenktafel am ehemaligen Standort der Wellersberg-Kaserne anzubringen. Vier Jahre später steht das Geld für eine neue Tafel – die erste hatte einen Fehler im Text – bereit. Montiert wird sie aber wohl noch lange nicht. „Welches Jahr nimmt die Stadt denn in Aussicht?“, fragte Kulturausschussvorsitzende Traute Fries (SPD) nach. Stadträtin Babette Bammann musste im Kulturausschuss passen: Am Zuge sei jetzt das Baudezernat – denn zuerst müssen die Pfeiler des Eingangstors, die von der Kaserne als einzige Relikte noch übrig geblieben sind, stabilisiert werden.

Portal ist noch nicht standfest

„Erst wenn die sichere Aufhängung gewährleistet ist“, könne die Tafel an dem Portal befestigt werden. Stadtbaurat Michael Stojan bemühe sich weiterhin, Mittel „einzuwerben“. Gebraucht werden etwa 4000 Euro. Mittel aus dem städtischen Haushalt sollen dafür nicht verwendet werden, weil die Stadt nicht Eigentümer der Pfeiler sei, sagte die Dezernentin – das Areal gehört heute der Kinderklinik. Die Wellersberg-Kaserne war nach dem zweiten Weltkrieg Hauptdurchgangslager für Flüchtlinge und Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten.