Großübung im Bühltunnel Herausforderung für Feuerwehr Siegen

Schwerstarbeit für die Einsatzkräfte: Im Tunnel wurden ein Brand und Unfall mit Verletzten simuliert.
Schwerstarbeit für die Einsatzkräfte: Im Tunnel wurden ein Brand und Unfall mit Verletzten simuliert.
Foto: Jürgen Schade
Bevor das Bauwerk Anfang Dezember für den Verkehr freigegeben wird, testen Einsatzkräfte und Straßen NRW den neuen HTS-Tunnel.

Eiserfeld. „Achtung, hier spricht die Leitzentrale. Bilden sie eine Gasse für Rettungsfahrzeuge. Stellen sie den Motor ab, lassen sie den Schlüssel stecken. Lebensgefahr. Verlassen sie den Tunnel. Folgen sie der Fluchtwegkennzeichnung – Achtung“. Auf 525 Metern dröhnte es am Donnerstagabend aus den Lautsprechern in der Decke des Bühltunnels. Im Dezember wird er für den Verkehr freigegeben – vorher war die Röhre Schauplatz einer geheimen Alarm-Vollübung des Landesbetriebs Straßen NRW und der Feuerwehr Siegen.

Zuschauer waren nicht zugelassen, der Tunnel wurde komplett mir Rauch geflutet. Sicht: Quasi null Meter. Zwei alte Autos waren in der Mitte des Straßenbauwerks auf die Seite gekippt worden, mehrere Puppen simulierten Verletzte. Szenario: Unfall mit zwei Pkw, drei Verletzte, Feuer. Im Einsatz: Kräfte der Feuerwehr Siegen und Niederschelderhütte, DRK, Notarzt, Rettungswagen, Polizei – sie alle wussten von der Übung nichts.

Kommunikationszentrale

Das Hauptaugenmerk der Übung lag auf der Überprüfung der Kommunikations- und Anfahrwege. Straßen NRW verwaltet die Überwachungseinrichtungen der Tunnelbauwerke zentral in der Leitzentrale in Hamm, die 24 Stunden besetzt ist. Mittels einer aufgeschalteten Videoüberwachung mit 20 Kameras kann die Röhre ständig überwacht werden, um auf eventuelle Schadensereignisse sofort reagieren zu können. Im Ernstfall werden von Hamm aus die Leitstellen von Feuerwehr und Rettungsdienst des Kreises Siegen-Wittgenstein sowie der Polizeileitstelle informiert. Die Aufgaben der Einsatzkräfte bestanden nun darin die verletzten Personen zu retten und den Brand zu löschen.

Der Bühltunnel ist einröhrig, mit Kurven und Gefälle (etwa drei Prozent), die Portale sind also nicht jederzeit einsehbar. Die 3,50 Meter breiten Fahrspuren sind baulich nicht voneinander getrennt.

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