Ersti-Leben

Sie haben noch Muskelkater vom Tanzen auf dem Abi-Ball, die immer jünger werdenden Erstsemester, auch Erstis genannt. Ein schillernder Begriff zwischen Abwertung und Verniedlichung. In der vergangenen Woche haben sie mit leuchtenden Augen in kleinen Gruppen ihre neue Wirkungsstätte inspiziert und das Mensaessen gekostet. Einige mögen im labyrinthischen Campus schnellstmöglich nach dem Ausgang suchen, während andere noch mit der Schultasche und frisch gefülltem Tintenfüller kaum ihre erste Vorlesung erwarten können. Man mag ausgestattet sein, wie man will, ein fester Platz wie im Klassenzimmer ist für die Erstis in den anfänglichen Pflichtveranstaltungen keineswegs garantiert. Das kann stressig werden. Und dann bittet ein achtzehnjähriger Student, der morgens um acht Uhr nur mit Mühe einen Parkplatz ergattert hat, seinen Papa um einen Beschwerdebrief an den Professor oder gleich an den Rektor. Ist der Papa schlau und will nicht zu den Helikopter-Eltern gehören, wird er ein solches Schreiben nicht aufsetzen.

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