„Eine andere Art der Mobilität in Siegen“

Siegen.  Ein Konzept für den regionalen Durchbruch der Elektro-Mobilität wollen die Universität und die Stadt Siegen gemeinsam mit – zunächst fünf – lokalen Partnerunternehmen entwickeln. Das Projekt „Remonet“ („Regionales e-Mobility Network“) wird in den kommenden viereinhalb Jahren mit 1,4 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Der Untertitel „Vernetzte Dienstleistungsinnovationen für Elektromobilität in einer ländlich strukturierten Region“ ist zwar nicht sehr eingängig; Die Fragen hinter dem Vorhaben sind es aber durchaus: „Wie ist Elektro-Mobilität überhaupt in die Region zu bringen? Welche Voraussetzungen müssen geschaffen werden? Was hält den Verbraucher noch zurück?“, erläutert Jürgen Daub, Mitarbeiter am Lehrstuhl von Prof. Gustav Bergmann, bei der Projektvorstellung auf dem Kornmarkt. Bergmann formuliert ein zentrales Ziel: „Unser Wunsch ist, dass sich in fünf Jahren eine andere Art der Mobilität in Siegen entwickelt hat.“

Hier hat die neue Technik aus mehreren Gründen noch einen schweren Stand. Die Topographie ist speziell, die Ladestationendichte niedrig. Dennoch sei Siegen als „Modellstadt“ prädestiniert, findet der Bürgermeister. „Wir haben viele Berge, viele Studierende und viele Pendler, viele öffentliche Einrichtungen“, führt Steffen Mues aus. „Es gibt also viele Kraftfahrzeuge, die hierher kommen.“

Ansetzen auf mehreren Ebenen

Die an Remonet beteiligten Unternehmen stammen aus der Automobilbranche, der Elektrotechnik, der Softwareentwicklung oder dem Bereich der Car Sharing-Lösungen. Letzteres soll als „E-Car-Sharing“ – also mit Elektroautos – innerhalb des Projekts in Siegen etabliert werden.

Die deutliche Verbesserung der Ladeinfrastruktur ist geplant, ebenso der Auf- und Ausbau eines Kompetenzzentrums für Elektromobilität und ein „Kommunaler e-Fuhrpark“. Bei all dem geht es nicht nur um Autos, sondern beispielsweise auch um E-Bikes. Weitere Partner wie etwa die SVB GmbH, die Siemens AG und der Energieverein Siegen-Wittgenstein stehen dem Forschungsprojekt zur Verfügung.

 
 

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