„Ein Kreisverkehr für mehr Lebensqualität“

Eröffnung des Kreisel Eiserfeld mit einer Parade von Feuerwehr- und Baufahrzeugen.
Eröffnung des Kreisel Eiserfeld mit einer Parade von Feuerwehr- und Baufahrzeugen.
Foto: Hendrik Schulz
Uneingeschränkt können sich die Eiserfelder nicht über ihren Kreisel freuen. Am Freitag wurde er offiziell von Bürgermeister Steffen Mues eröffnet – aber die Ampel an der Supermarkt-Einfahrt wenige Meter weiter an der B 62 war in aller Munde. Eine große Zahl Anwohner war gekommen und wenn man sich so umhörte, waren sie sich alle einig: Die Ampel muss weg

Eiserfeld..  Denn sie verursacht das, was der neue Kreisverkehr eigentlich beheben sollte: lange Staus in der Ortsmitte. Diese Zeitung hatte Anfang der Woche bereits über den Unmut vieler Eiserfelder Bürger berichtet. „Sie bereitete Probleme“, gab Bürgermeister Steffen Mues in seiner Ansprache zu, bat allerdings noch um etwas Geduld, bis die Feineinstellung abgeschlossen und Softwareprobleme vollends behoben seien. „Wir werden das in den Griff bekommen.“

Ohnehin müsse sich noch einiges einpendeln, etwa würden die Autofahrer, die Eiserfeld aufgrund der Baustelle bisher umfahren hatten, nun die Strecke wieder nutzen. Linderung erhoffe man sich nach der Fertigstellung der HTS bis Niederschelden. Ein Feuerwehrmann sah das allerdings anders: „Früher sind die Leute zum Einkaufen hergekommen. Jetzt bleiben sie wegen des Staus weg.“

Der 3,92 Millionen teure Kreisel jedenfalls, so Mues, erhöhe die Lebensqualität des Stadtteils. Die Zusammenarbeit von Stadt, Baufirmen, Anwohnern und rundem Tisch sei hervorragend gelaufen – auch erkennbar daran, dass die Arbeiten vier Monate schneller als die ursprünglich geplanten zwei Jahre fertiggestellt wurden. „Das Ergebnis kann sich sehen lassen.“ Das Kunstwerk für die Mitte werde bis April vom Eiserfelder Metallbildhauer Gerhard Theis fertiggestellt.

Eisernbachbrücke eröffnet

Wenige Meter weiter wurde auch die sieben Meter lange und zwei Meter breite Brücke über den Eisernbach eröffnet, gegenüber der Einfahrt zum Feuerwehrgerätehaus. Hier lobte Mues vor allem das Engagement der Anlieger Walter Linschmann und Manfred Utsch, die sich für die private Teilfinanzierung eingesetzt hatten: 92.000 Euro kostete das Bauwerk insgesamt, davon 12.500 aus privaten Mitteln.

 
 

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