Ehrgeiz und Einsatz als Schlüssel zum Erfolg

Schon zur „Halbzeit“ konnte Mitorganisatorin Angela Gaida ein positives Fazit ziehen. „Wir müssen natürlich noch auswerten, aber wir können jedenfalls zufrieden sein“, sagte die Marketingberaterin aus Siegen über den „Unternehmerinnentag 2013“.

Kreuztal..  Schon zur „Halbzeit“ konnte Mitorganisatorin Angela Gaida ein positives Fazit ziehen. „Wir müssen natürlich noch auswerten, aber wir können jedenfalls zufrieden sein“, sagte die Marketingberaterin aus Siegen über den „Unternehmerinnentag 2013“. Der setzte sich genaugenommen aus zwei Tagen in der Weißen Villa zusammen und stand unter dem Motto „Das Forum der Vielfalt“.

Nach zwei Messen im Hilchenbacher Rathaus und der Kreuztaler Stadthalle hatten sich die Veranstalterinnen diesmal für eine Tagung entschieden, mit einer Reihe von Vorträgen und einer Podiumsdiskussion am Samstagabend. Auch zum Austausch zwischendurch war reichlich Zeit und Gelegenheit gegeben. Die Vorträge reichten von Tipps für Pressearbeit und selbstbewusstes Auftreten über die Möglichkeiten, Fördermittel zu bekommen bis zur Auswahl der richtigen Orte und Räume für den Start in die weibliche Selbstständigkeit.

Selbstbewusstsein, Ehrgeiz und Motivation standen auch im Mittelpunkt der Diskussion, bei der sich Christia Weigand in ihrem alter Ego als liebenswürdig-nervige „Ursel“ mit Unternehmerinnen unterhielt.

Wille zur ständigen Weiterbildung

Jenny Bensberg (Schreinermeisterin und Juniorchefin einer Tischlerei respektive eines Möbelhauses in Hilchenbach-Müsen), Ulrike Neuhaus (ehemalige Besitzerin eines Kaffeehauses in Siegen und Kreuztal), Saskia Rosalie Wolff (Gründerin eines Unternehmens für Vegetarische Ernährung in Deutschland und Europa), Dagmar Jung (Softwareentwicklerin und Geschäftsführerin im eigenen Softwareentwicklungsunternehmen in Kreuztal und Siegen) sowie Marina Frieß (Gründerin einer Firma für Seminare und Eigenmarketing für Frauen sowie Veranstalterin des Frauenkongresses in Bad Soden/Frankfurt) gaben Einblicke in ihre Arbeit und ihr Leben, schilderten ihre Erfolge und Niederlagen.

Marina Frieß zum Beispiel war „mit 20 selbstständig“ hatte mit 23 Jahren ein Monatseinkommen von 15.000 Euro und „weil ich nicht mit Geld umgehen konnte, war nie etwas da und ich hatte 50.000 Euro Schulden“. Trotzdem habe sie es immer wieder geschafft, mit ständigem Lernen, Weiterbilden und Einsatz. Frauen könnten und müssten stolz auf sich sein, war die Botschaft des Wochenendes.

Die Siegerländerin Jenny Bensberg hatte ihre diversen Ausbildungen parallel und in kürzester Zeit absolviert, wurde dafür von Christa Weigand bewundert und kündigte schnell an, auch noch Interesse an einer Weiterbildung zur Bestattermeisterin zu haben – während sie nebenbei ein altes Fachwerkhaus restauriere. Sie habe in ihrem Männerberuf nie Probleme gehabt, erzählte sie weiter.

Ulrike Neuhaus schilderte den persönlichen Schmerz über die Notwendigkeit, ihr Kaffeehaus in Siegen schließen zu müssen. Sie habe viel Unterstützung durch ihren Partner und auch die Kunden erfahren. Erfolg, das wurde in dieser Runde deutlich, müsse nicht immer an wirtschaftlichen Daten festgemacht werden.

Überregionale Resonanz

Nicht nur zwei Gesprächspartnerinnen dieser Runde kamen nicht aus der Region. Unter den rund 100 Anmeldungen seien auch andere aus Frankfurt, Köln oder anderen Städten gewesen, sagte Angela Gaida. Die „Siegerländer Frauen“ planen auch eine stärkere Vernetzung mit ähnlichen Gruppierungen im Umland.

Es gebe Unternehmerinnen, die bei einer solchen Tagung gute Erfahrungen machten, für andere sei eine Messe das bessere Forum. Entsprechend sollen sich die Veranstaltungsformen in den nächsten Jahren jeweils abwechseln.

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