Eckhard Günther in den Ruhestand verabschiedet

Freudenberg..  „Ich hätte 1999 nicht gedacht, dass dies der Schwerpunkt meines Berufslebens wird.“ Eckhard Günther war vor 16 Jahren erstmals zum Bürgermeister von Freudenberg gewählt worden. Seine dritte Amtszeit geht am 20. Oktober zu Ende. Der Rat der Stadt verabschiedete ihn jetzt. Rund 130 Ratssitzungen hatte er geleitet, wie sein allgemeiner Vertreter Kämmerer Jörg Schrader ausgerechnet hatte.

Der 46-jährige Rechtsanwalt Günther hatte bis zur ersten Direktwahl – eine Stichwahl war weder 1999 noch 2004 und 2009 erforderlich – geglaubt, dass die Juristerei seine Erfüllung sei. Erkenntnis nach drei Wahlperioden: „Bürgermeister zu sein ist noch schöner und interessanter.“ Viele Dinge seien angestoßen und verwirklicht worden, die Freudenberg nach vorne gebracht haben, sagte Günther weiter. Erfreut sei er in dieser seiner letzten Ratssitzung, dass es „wieder richtige politische Diskussionen“ gebe, zumal es in den letzten Jahren immer weniger Dinge gegeben habe, an denen sich die Fraktionen reiben konnten. Gemeint war der Auftakt zur Haushaltsberatung für 2016. Die SPD ließ (wie berichtet) schon erkennen, dass das vom Kämmerer vorgelegte Zahlenwerk so nicht durchgehen werde.

Dem seit 2009 „dienstältesten Bürgermeister in Siegen-Wittgenstein“ zollte SPD-Chef Arno Krämer die Anerkennung seiner Fraktion. Günther habe „Enormes geleistet“ und werde hoffentlich auch im Ruhestand – er wird bald 62 Jahre alt – aktiv bleiben. CDU-Sprecher Peter Kulik ist das einzige Ratsmitglied, das von Anfang ab dabei war. In dieser Zeit seien die Erschließung der Wilhelmshöhe-West, das neue Rathaus, das Wohngebiet Elger/Kirberg und der Zwei-Länder-Radweg realisiert worden. Auch die Freundschaft mit Mór sei für Günther „eine Herzensangelegenheit“ gewesen.

Dank für faire Behandlung

Nicht zu vergessen sei aber auch die Gründung der Gesamtschule, wie Grünen-Chefin Christiane Berlin hinzufügte. FDP-Sprecher Thorsten Freda bedankte sich für den „fairen Umgang“ auch mit einer kleinen Fraktion. Die Fraktionschefs überreichten dem erfolgreichen Altherren-Fußballer Günther einen Gutschein für Sportbekleidung. Kämmerer Jörg Schrader, seit 2004 im Amt, dankte dafür, dass ihm auch bei „unkonventionellen Ideen der Rücken gestärkt“ worden sei.

Abschließend bereitete die Stadtfeuerwehr, die mit ihren Führungskräften angetreten war, dem scheidenden Stadtoberhaupt ihre eigene Abschiedszeremonie. Stadtbrandinspektor Uwe Saßmannshausen, überreichte einen „Florian“ und ein Erinnerungsfoto. Der Spielmannszug setzte den Schlussakkord unter das Kapitel Eckhard Günther.

 
 

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