Diese Möglichkeiten haben Absolventen nach dem Studium

Um den Traumjob nicht nur zu träumen, sondern umzusetzen, muss man auch selbst tätig werden - Lebenslauf schreiben, Bewerbungen abschicken, all das gehört dazu.
Um den Traumjob nicht nur zu träumen, sondern umzusetzen, muss man auch selbst tätig werden - Lebenslauf schreiben, Bewerbungen abschicken, all das gehört dazu.
Foto: Hendrik Noack
Die Frage nach der Zukunft beschäftigt jeden Studierenden mindestens einmal im Leben. Hier stellen wir die Möglichkeiten, die nach dem Studium offenstehen, kurz vor.

Weidenau. Das Ziel eines jeden Studierenden, egal ob im ersten oder im 27. Semester, ist der Bachelor. Jedenfalls vorerst. Denn der akademische Grad, der an der Uni Siegen in den schönen englischen Titeln „B.A.“ (Bachelor of Arts), „B.Sc.“ (Bachelor of Science) und „B.E.“ (Bachelor of Education“ verliehen wird, ist der Grund, wieso wir uns überhaupt die Nächte mit Hausarbeiten und Klausuren um die Ohren schlagen. Der Grund, wieso wir uns schon in den ersten Semestern überlegen, worüber wir unsere Abschlussarbeit schreiben und auch der Grund, wieso wir verzweifelt vorm LSF sitzen und unsere Punkte zusammenzählen.

Aber was tun wir, wenn dieses oberste Ziel erreicht ist? Wenn wir den Bachelor in der Tasche haben und die Zeugnisübergabe, die leider ohne die coolen amerikanischen Roben stattfindet, hinter uns gebracht haben? Viele Türen stehen uns offen, jede bringt andere Herausforderungen mit sich. Hier gibt es einen Überblick:

Berufseinstieg

Als Studi ist man nicht gerade reich, das ist vielen spätestens nach der ersten eigenen Rechnung klar, deswegen freuen sich viele auf den Moment, wenn sie endlich Geld verdienen! Wer nach den drei Jahren Regelstudienzeit, die man für den Bachelor brauchen sollte/müsste keine Lust mehr aufs Studieren und Bücher wälzen hat, bewirbt sich also. Gut an dieser Möglichkeit ist natürlich in erster Linie das Geld, das man verdient, allerdings sollte man nicht vergessen, dass es Jobs nicht gerade wie Sand am Meer gibt.

Allerdings gibt es auch Hoffnung: Die Arbeitsmöglichkeiten werden sogar – entgegen dem Klischee – den Geistes- und Gesellschaftswissenschaftlern auf Dauer nicht ausgehen, denn auch in der Zukunft wird es Prozesse geben, die nicht von Maschinen und Computern getätigt werden können (Stichwort Texte, die über Sachinhalte hinaus gehen). Wer sich also seiner Stärken bewusst ist und sich gezielt bewirbt, kann durchaus mit der Option Berufseinstieg glücklich werden. Wer aber noch nicht bereit für den Arbeitsmarkt und -alltag ist, wählt Option zwei:

Masterstudium

Noch nicht genug vom Lernen und von den Vorlesungen? Wenn dich die Thematik deines Studiengangs wirklich interessiert, kann der Master eine gute Möglichkeit sein, dich noch tiefer in die Substanz vorzuarbeiten und dabei „ganz nebenbei“ noch einen Abschluss zu machen, der dir erstens ein höheres Einstiegsgehalt und zweitens mehr Fachkompetenz vermittelt. Natürlich werden Masterstudiengänge überall in Deutschland angeboten (sowohl an Universitäten als auch direkt im Betrieb), aber wer in Siegen bleiben möchte, kann sich auf der Website der Zentralen Studienberatung über die Angebote informieren.

Die Philosophische Fakultät stellt ihre Masterstudiengänge übrigens immer dienstagsabends im alten Senatssaal vor. Infos hierzu gibt es auf der Seite der Uni.

Noch ein Bachelor

Wer sich nicht noch für vier weitere Semester auf das einlassen kann, was ihn schon das ganze Bachelorstudium begleitet hat, kann natürlich auch einfach nochmal ganz von vorne anfangen. Vielleicht hast du gemerkt, dass dir Lehramt Deutsch doch nicht so liegt und überhaupt willst du eigentlich lieber Biologie unterrichten? Dann kann nach dem erfolgreichen Bachelorabschluss ein weiteres Studium – auch in eine ganz andere Richtung – folgen. Voraussetzungen sind viel Zeit, ein gewisses Budget und die Bereitschaft, nochmal zu den Erstis zu gehören.

Praktikum & Co

Einen Schnupperkurs im gewählten Job, ohne sich direkt per Arbeitsvertrag zu binden und nicht mehr davon loszukommen (auch geeignet für sehr spontane Naturen), bietet das Praktikum oder auch ein freiwilliges soziales Jahr. Viele Studis wählen bereits eine dieser Möglichkeiten vor ihrem Studium, um ihr Pflichtpraktikum direkt abzuarbeiten oder eben um sicherzugehen, ob man wirklich den ganzen Tag Kinder besänftigen oder Akten sortieren will. Das Gute an Praktika nach dem Studium ist, dass sie meistens vergütet werden und bis zu sechs Monaten dauern können. Allerdings schadet es nichts, diese Idee nicht zu weit auszudehnen oder sich zu spezifizieren – sieben Praktika in grundverschiedenen Fachrichtungen können sonst beim zukünftigen Arbeitgeber eher unentschlossen und umtriebig rüberkommen als kreativ und experimentierfreudig.
Man sieht, die Möglichkeiten für Uniabsolventen sind vielseitig und nach ein bisschen Ausprobieren findet sicher jeder etwas, das passt.

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