Die alte Mehrheit gibt es nicht mehr

Kreistag: Die Gewichte im Kreistag sind mit der Kommunalwahl leicht, aber entscheidend verrutscht. Für eine „bürgerliche“ Mehrheit von CDU, FDP und UWG reicht es nicht mehr. Für die Verabschiedung des Etats zogen SPD und Grüne die UWG auf ihre Seite.

Förderschulen: Das ging schnell – mit der Hellertalschule in Burbach, der Salzmann-Schule in Bad Berleburg und der Schule Am Sterndill in Deuz werden drei Förderschul-Standorte aufgegeben. In einen Verbund retten sich die Lachsbachschule in Bad Laasphe und die Kindelsberg­schule Ferndorf sowie die Pestalozzischule Siegen und die Osterbergschule Büschergrund. Die Idee einer Kreis-Förderschule stand kurzfristig im Raum. Doch den Auftrag dazu erteilten dann aber weder der Kreistag noch die betroffenen Städte.

Kommunalsoli: Der „Kommunal-Soli“ ärgert sechs der elf Gemeinden, unter ihnen Hilchenbach als einzige Kommune im Kreis, die mit einem Nothaushalt wirtschaften muss. Sie gelten als so finanzstark, dass ihnen einen Beitrag für den „Stärkungspakt Stadtfinanzen“ abgenommen wird. Ein Kreuztaler organisiert die Online-Petition; gemeinsam mit der Kämmerin der Stadt Monheim überreicht Julian Erik Siebel die 20 000 Unterschriften im Landtag. Mit dem Soli befassen sich jetzt die Verfassungsgerichte. Der Student aus Littfeld schafft derweil den Einstieg in die praktische Politik — als sachkundiger Bürger der CDU-Ratsfraktion.

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