Das Leben mit Fantasie anreichern

Der Wilnsdorfer Fantasy-Autor Günter Wirtz ist der Gewinner der Storyolympiade. Seine Geschichte "Namu" wurde zusammen mit 28 anderen Beiträgen in einem Buch mit dem Titel "Stille" zusammengefasst.
Der Wilnsdorfer Fantasy-Autor Günter Wirtz ist der Gewinner der Storyolympiade. Seine Geschichte "Namu" wurde zusammen mit 28 anderen Beiträgen in einem Buch mit dem Titel "Stille" zusammengefasst.
Foto: WP
Günter Wirtz nimmt seit einigen Jahren regelmäßig an Literatur-Wettbewerben teil. Nun hat der Wilnsdorfer die Storyolympiade gewonnen und erhielt vergangenen Samstag auf dem Frankfurter Buchmesse-Convent eine Auszeichnung für seinen Sieg. Sein Traum wäre, ein eigenes Buch bei einem großen Verlag zu veröffentlichen.

Wilnsdorf..  Namu steht kurz vor dem Ende seiner Ausbildung. Vor der großen Abschlussprüfung ziehen der Magierlehrling und die anderen Schüler in die Wildnis, um herauszufinden, worin ihre besondere Begabung liegt. Besonders gut kann er aber nur nichts tun und schweigen.

Denkt er zumindest. Mit einem unguten Gefühl geht Namu später in die Prüfung und nimmt auf magische Weise alle Geräusche der Umgebung in sich auf, so dass absolute Stille herrscht. Er erkennt, dass er damit eine sehr große und gefährliche Macht besitzt. Obwohl der Oberste Rat seine Gabe mit dem höchsten Wert auszeichnet, verzichtet der Lehrling darauf, Magier zu werden und verlässt sein Volk.

Das ist zusammengefasst der Inhalt der Kurzgeschichte „Namu“, mit der Günter Wirtz sich bei der Storyolympiade gegen Autoren aus Deutschland, Österreich und der Schweiz durchsetzen konnte. Der Wettbewerb stand unter dem Motto „Stille“. Von insgesamt 218 Beiträgen wurden die 29 besten in einem Buch zusammengefasst und sind nun im Handel erhältlich.

Der Notizblock ist immer dabei

Über ein dutzend Mal konnte Günter Wirtz seine Texte schon in einer solchen Anthologie veröffentlichen. Meistens sind es Kurzgeschichten. „Romane kosten sehr viel Zeit“, sagt er und grinst. Am liebsten schreibt er direkt drauf los. „Die meisten Geschichten entstehen daraus, dass man im realen Leben Dinge sieht oder Begegnungen hat und die dann mit Fantasie anreichert“, erklärt der Autor. Einen Notizblock hat er immer dabei. Damit kann er Ideen direkt festhalten.

Seit seiner Jugend ist das Schreiben sein Hobby. Schon als Schüler nahm er an Wettbewerben teil. Da ist er auf den Geschmack gekommen. Seit vier Jahren misst er sich regelmäßig mit anderen Autoren. Drei Mal hat er bereits den ersten Platz bei unterschiedlichen Veranstaltungen gemacht. „Wettbewerbe machen Spaß“, sagt der 48-Jährige. „Es ist sehr spannend zu sehen, wie etwas bewertet wird.“

Sein Hobby versucht der Deutsch- und Spanischlehrer auch an seine Schüler weiterzugeben. „Ach Herr Wirtz, ich habe doch keine Fantasie“, hört er dann häufig. Unsinn. „Ich finde es toll zu sehen, in wie vielen Schülern Kreativität steckt“, so Wirtz. Wenn der Lehrplan es ermöglicht, lässt er sie eigene Kurzgeschichten schreiben oder die von Anderen fortführen.

Größtes Ziel: Ein eigener Roman

Er selbst möchte auf jeden Fall weiter an Wettbewerben teilnehmen. „Wenn man sich selbst in so einer Anthologie sieht, fragt man sich schon, was es da noch so gibt“, sagt er. Momentan hat er drei Geschichten bei mehreren Wettbewerben im Rennen. Sein größtes Ziel aber ist es, einen eigenen Roman zu veröffentlichen. Am liebsten bei einem großen Verlag. Mehrmals hat er schon etwas eingereicht. Bisher wurde leider nichts daraus.

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