Chöre feiern Verdi und Wagner

Kreuztal..  Vor mangelndem Interesse am jährlichen „Opern- und Operetten-Galakonzert“ der Chorgemeinschaft Kreuztal müssen sich die Verantwortlichen nicht fürchten: Auch die elfte Veranstaltung, diesmal unter dem Motto „Prosit Wagner, Viva Verdi“ zum 200. Geburtstag der beiden Komponisten, fand in einer ausverkauften Stadthalle statt.

Wer glaubte, mit Musik von Richard Wagner überfordert zu sein, wurde positiv überrascht. Maurizio Quaremba, verantwortlich für die Gesamtleitung und somit für das Programm, hatte unter anderem bekannte und beliebte Chöre wie „Chor der Matrosen“ (Der fliegende Holländer) oder aus Lohengrin „Treulich geführt“ eingebaut.

Zum Finale Johann Strauss

Einen noch größeren Raum im Programm aber fand Giuseppe Verdi, Richard Wagners ebenbürtiger Gegenspieler als Opernkomponist. Drei junge, talentierte Nachwuchskräfte mit eindrucksvollen Stimmen, prägten das Galakonzert. „Für die vielen schönen Melodien, die uns Giuseppe Verdi geschenkt hat, war es für uns eine Verpflichtung, unserem Publikum Künstler aus Italien zu präsentieren“, sagte Maurizio Quaremba im Gespräch mit unserer Zeitung. Dies waren die Sopranistin Valentina Bilancione und die Altistin Rosa Bove; für den erkrankten Marco Severin sprang der aus Rom stammende Bariton Dario Giotoli ein. Alle drei überzeugten mit Leidenschaft, Begeisterung und einem enormen Stimmvolumen. Ob in ihren Solopartien oder aber gemeinsam mit dem Gemischten Chor der Chorgemeinschaft Kreuztal 1851, dem MGV St. Augustinus Dahlbruch-Kreuztal oder dem Frauenchor „Cantare“ Iseringhausen): Immer wieder brandete starker Beifall des sachkundigen Publikums auf.

Der Auftakt des Konzerts blieb dem MAKSi Akademie Orchester mit der Ouvertüre zu Verdis berühmter Oper „La Traviata“ vorbehalten. Die Musikerinnen und Musiker wussten, wie in den beiden Jahren zuvor, auch bei den Arien-Begleitungen zu gefallen. Zwei Stücke verdienen es, besonders hervorgehoben zu werden: Da ist zunächst das Finale aus dem 2. Akt (Gelobt, gepriesen den Heiligen Namen) aus Giuseppe Verdis Oper „Die Macht des Schicksals“ mit dem Männerchor und den Solisten Valentina Bilancione und Dario Giotoli. Ein nicht alltägliches Stück, das an Solisten, Chor und Orchester hohe Anforderungen stellt, die diese aber mit Bravour bewältigten – und manch einem Besucher vielleicht ein Gänsehautgefühl vermittelte. Zum anderen der schmissige „Fliegermarsch“, der die Besucher zum Mitklatschen animierte und die Aktiven in die wohlverdiente Pause verabschiedete.

Zum Schluss gab’s diesmal nicht „Brindisi“, sondern alle - Chor, Solisten und Orchester – sangen aus Johann Strauss’ Operette „Die Fledermaus“ den Chor „Im Feuerstrom der Reben“. Durch das Programm führte Dr. Gunhild Müller-Zimmermann.

 
 

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