Auf Spurensuche nach Jung-Stilling

Johannes Pusch
Roman Kerr mit seiner Dokumentation „Jung-Stilling“. Der Kreuztaler führte bei dem Film  Regie, schrieb das Drehbuch und filmte sämtliche Szenen selbst. Auch den Schnitt übernahm er.
Roman Kerr mit seiner Dokumentation „Jung-Stilling“. Der Kreuztaler führte bei dem Film Regie, schrieb das Drehbuch und filmte sämtliche Szenen selbst. Auch den Schnitt übernahm er.
Foto: WP
Während der Woche der Diakonie stellt Roman Kerr seinen Dokumentarfilm vor. In 34 Minuten vermittelt der Film die Biografie des berühmten Siegerländers.

Siegen.  Zwei Jahre harte Arbeit hält Roman Knerr in den Händen. Auf seinen Dokumentarfilm über den berühmten Siegerländer Johann Heinrich Jung, genannt Jung-Stilling, ist der 21-Jährige sichtlich stolz.

Jung-Stilling ging vor allem als Augenchirurg in die Geschichte ein, doch kannte sich auch in Philosophie, Theologie, Ökonomie und der Schriftstellerei bestens aus. Zu Beginn von Roman Knerrs Films heißt es: „Jung-Stilling ist immer noch relevant. Er ist euer Nachbar.“ Viele Siegerländer stolpern im Alltag über den Namen des Mannes, der vor 275 Jahren geboren wurde. Es gab ein Jung-Stilling-Gymnasium, heute trägt zum Beispiel das Diakonie-Klinikum in Siegen seinen Namen, genauso wie zahlreiche Straßen in der Umgebung.

Umsetzung während eines FSJ

Das Porträt über das Multitalent bettet Kerr in eine Rahmenhandlung ein. Der Protagonist Jan (Erik Aepfelbach) bekommt durch ein Referat über Jung-Stilling die allerletzte Chance, seine Versetzung doch noch zu schaffen. Zusammen mit seiner Klassenkameradin Anna (Linda Altgeld) begibt er sich auf Spurensuche.

Bei der Diakonie in Südwestfalen absolvierte Roman Kerr ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Da er leidenschaftlich gerne Kurzfilme dreht, entstand die Idee, im Rahmen des FSJ einen Dokumentarfilm über Jung-Stilling zu produzieren. „Das Ziel war es zu versuchen, ein trockenes Thema für junge Leute aufzubereiten“, sagt Roman Kerr: „Es geht um seine Biografie. Der Anlass ist sein 275. Geburtstag.“ Premiere feiert der 34-minütige Film während der Woche der Diakonie, am Freitag, 11. September, um 11 Uhr im Ev. Gymnasium Siegen-Weidenau.

Dirk Hermann, Referent für Freiwilligendienste bei der Diakonie und Initiator des Filmprojekts, unterstützte Roman Kerr während der Produktionszeit: „Was Roman mit seinem Ehrgeiz und Kreativität auf die Beine gestellt hat, macht mich stolz und ich freue mich über das tolle Ergebnis“

Tolle Kameraführung und Kostüme

Der junge Filmemacher sagt: „Ich kann schwer einschätzen, wie viele Stunden ich in das Projekt investiert habe.“ Es müssen aber ziemlich viele gewesen sein, denn der Film wirkt professionell, mit tollen Schnitten und Drehorten sowie aufwendigen Kostümen.

In Kürze geht Roman Kerr nach Berlin, um ein Praktikum im Filmbereich zu absolvieren. Danach möchte er im besten Fall an die Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg.

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