Applaus für Flüchtlinge beim Seifenkistenrennen in Freudenberg

Viele Zuschauer, gute Stimmung: Das erste Seifenkistenrennen in Freudenberg – ein großer Erfolg.
Viele Zuschauer, gute Stimmung: Das erste Seifenkistenrennen in Freudenberg – ein großer Erfolg.
Foto: Michael Kunz
Hunderte Zuschauer verfolgten das erste Seifenkistenrennen in Freudenberg. Es war der Auftakt für weitere Aktionen.

Freudenberg.. Manchmal gehört auch ein ordentliches Stück Glück zum Erfolg einer Veranstaltung. Das hatten die Organisatoren des „1. Großen Preises von Freudenberg“ am Samstag in mehrfacher Hinsicht. Neben den mehr als motivierten Teilnehmern des Seifenkistenrennens spielte vor allem das Wetter bestens mit und sorgte damit auch für eine große Zuschauerzahl an der „Rennstrecke“, in die sich die Straße „Zum Kurpark“ verwandelte.

Hunderte bejubelten die insgesamt 17 Teams, die in ihren selbstgebauten „Boliden“ um den Sieg fuhren, zwischendurch einen originellen „Boxenstopp“ einlegen mussten und schließlich unter großer Begeisterung das Ziel erreichten. Das „Feld“ reichte von Schülern aus Gesamt- und Hauptschule bis zu den Freunden historischer Fahrzeuge („mit Boxenluder“) und diversen Firmenmannschaften. Besonders viel Applaus gab es für die Starter einer Freudenberger Asylbewerberunterkunft.

Positive Resonanz

„Wir für Freudenberg“ ist der Name der Initiative, die auf eine Idee von Jan Henrik Leisse und Nina Patisson zurückgeht, Geschäftsführer eines international agierenden Freudenberger Mittelständlers. Die beiden betonten am Samstag noch einmal ihre enge Verbundenheit mit ihrer Heimatstadt und den daraus erwachsenen Wunsch, allen Bürgern eindringlich zu verdeutlichen, wie schön und attraktiv Freudenberg doch eigentlich sei. Dafür haben sie eine ganze Reihe von Mitstreitern aus anderen Unternehmen gefunden und betrachten das große Seifenkistenrennen als Auftaktveranstaltung für viele weitere.

[kein Linktext vorhanden] Auch bei der neugewählten Bürgermeisterin Nicole Reschke stieß die Idee – wenig überraschend – auf positiven Widerhall. „Wir machen hier in Freudenberg sehr viel“, rief sie in die strahlende Menge, auch als Antwort auf ihre alten Kölner und Bekannten, die vor Jahren den Kopf geschüttelt hatten, als sie sich entschloss, in ihre Heimat zurückzukehren. „Da ist doch der Hund begraben“, hätten die damals gesagt. Das stimme aber offensichtlich ganz und gar nicht, freute sich die Politikerin über das Engagement „ihrer“ Unternehmer und wertete die Aktion auch gleich als Einstieg in eine verstärkte Wirtschaftsförderung.

Im Mittelpunkt des Nachmittags stand aber eindeutig das „sportliche Geschehen“. Ausgeschrieben war das Seifenkistenrennen für „Freudenberger Firmen, Gastronomen, Schulen und Vereine“. „Wir hatten 20 Teams vorgesehen, 17 haben sich angemeldet, damit sind wir sehr zufrieden“, ließ „Wir für Freudenberg“-Sprecherin Tanja Blickhäuser am Rande der Veranstaltung wissen.

Kreative Ausbrüche

Hatten die Konkurrenten sich allesamt große Mühe gegeben, einen möglichst windschnittigen Wagen zu bauen, traten die „Blauröcke“ mit einer wuchtigen „Drehleiter“ an, ausgestattet mit Blaulicht, Sirene und vielem mehr. Allein der Boxenstopp, bei dem die Seifenkiste zur Überprüfung der Räder auf einen Bock gehoben werden musste, wurde beim Gewicht des Vehikels zum ernsten Problem. Ein Sieg war da kaum möglich, aber der Gewinn des ebenfalls vergebenen Designpreises eigentlich schon vorprogrammiert.

Vor dem Rennen durften sich alle Teams ausgiebig vorstellen, was zusätzliche Kreativitätsausbrüche brachte, allerdings in einigen Fällen auch eine extreme Werbelastigkeit.

Auf der Strecke machte dann das Team mit der Nummer Eins seinem Namen auch alle Ehre: „4gewinnt“ siegte vor „Betonfreunde Quast“, die mit einem „garantiert abgasarmen“ Renner starteten und dem Team der Freilichtbühne, das besonders viele Fans an der Strecke hatte und neben der Feuerwehr sicherlich die kreativste Kreation. An der „Bühnen-Kiste“ hätte auch Fred Flintstone seine reine Freude gehabt.

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