910 000 Euro für modernere Haltestellen

Kreuztal..  Ab 2018 werden im Stadtgebiet von Kreuztal 26 Bushaltestellen modernisiert. Der barrierefreie Ausbau umfasst die Anbringung von Hochbordsteinen und eines Blindenleitsystems, Fahrgastunterstände und Aufenthaltsflächen. Dafür werden 910 000 Euro aufzuwenden sein, heißt es in der Vorlage für den Infrastruktur-, Umwelt- und Wirtschaftsförderungsausschuss, der am Montag, 29. August, ab 17 Uhr in der Weißen Villa tagt.

Einige Haltestellen erfüllen bereits die baulichen Voraussetzungen, beispielsweise die Verkehrszentrale am Bahnhof oder die umgestaltete Haltestelle „Kattowitzer Straße“. Weitere 26 Haltestellen seien innerhalb der nächsten fünf Jahre baulich anzupassen. Der Umfang der notwendigen Anpassungsarbeiten ist dabei sehr verschieden. Bei allen 26 Haltestellen ist das „Taktile Leitsystem“ nachzurüsten, fast alle Haltestellen sind mit Buskapsteinen auszustatten und sieben Fahrgastunterstände neu zu errichten.

Die tatsächlichen Maßnahmen sind aber sehr abhängig von den örtlichen Verhältnissen und somit in jedem Einzelfall im Vorfeld noch zu überprüfen. Ein Einbau von Buskapsteinen auf der gesamten Länge einer Haltestelle scheitere vielfach an vorhandenen Grundstückszufahrten, die Aufstellung einer Wartehalle an zu geringen Platzverhältnissen.

Die Kosten für einen Haltestellenumbau wurden vom Zweckverband Personennahverkehr Westfalen-Süd (ZWS) bei den Beratungen zum Nahverkehrsplan mit rund 35 000 Euro pro Haltestelle errechnet. Zum jetzigen Zeitpunkt sei eine genauere Kostenrechnung ohne weitere Detailplanung jedoch nur sehr eingeschränkt möglich. Insgesamt wurde aber ein Gesamt-Kostenaufwand ermittelt, der im Wesentlichen der Schätzung des ZWS entspricht. Fördermittel gibt es vom Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL). Der Fördersatz beträgt zurzeit 90 Prozent.

Beginn erst 2018

Voraussetzung für die Förderung ist jedoch eine sehr frühzeitige Beantragung der Zuwendung. Die Maßnahmen müssten dazu mehr als ein Jahr vor der geplanten baulichen Umsetzung angemeldet werden. Für 2017 ist das zu spät, da ein entsprechendes Maßnahmenbündel bereits Ende Januar hätte eingereicht werden müssen. Um die Fördermittel somit optimal nutzen zu können, ist es vorgesehen, mit dem Umbau der Haltestellen erst im Jahr 2018 zu beginnen.

 
 

EURE FAVORITEN