58 000 Besucher bei KulturPur 24 im Siegerland

Die beleuchteten Zelte tauchen den Giller in ein magisches Licht.
Die beleuchteten Zelte tauchen den Giller in ein magisches Licht.
Foto: Hendrik Schulz
Eine siebentätige Geburtstagsausgabe soll KulturPur 25 werden. „Das war bisher bei jedem Jubiläum so“, sagt Festivalleiter Wolfgang Suttner. KulturPur 24 sei rundherum gelungen. Und für das Jubiläum im nächsten Jahr plant er eine Art Best-off-Veranstaltung.

Siegerland.. Eine siebentätige Geburtstagsausgabe soll KulturPur 25 werden. „Das war bisher bei jedem Jubiläum so“, sagt Festivalleiter Wolfgang Suttner, der fürs Erste nicht daran denkt, die Geschicke des Zeltfestivals auf dem Giller in andere Hände zu legen. Fürs Programm plant er ein Wiedersehen mit alten Bekannten, ein Best of 25 Jahre KulturPur sozusagen. Roger Hodgson, The BossHoss – die Vorbereitungen laufen.

Verhandlungen mit Bryan Adams

Suttner hält verschiedene Fäden in der Hand. Bryan Adams wollte er immer schon mal haben und wie es der Zufall will ist der Dirigent der südwestfälischen Philharmoniker, Charles Olivieri-Munroe, zur gleichen Schule gegangen wie der kanadische Rocker. Suttner: „Wir stehen schon in Verhandlungen.“ Ebenfalls auf Suttners Wunschliste: Joan Baez, „Bob Dylan absolut ebenbürtig.“

Der Festivalleiter wird zum Metaller

Ausbauen will der Kreiskulturreferent die härtere Sparte. „Ich war anfangs widerwillig, dass Heavy Metal Bands bei KulturPur spielen“, gibt Suttner, zu, „aber ich merke, dass es mir gut gefällt.“ Hier könne der Kontrast etwa zur Philharmonie Südwestfalen ruhig noch ein wenig schärfer werden.

Auf der anderen Seite müsse man seine Grenzen auch kennen: „Wenn es eine Champions League der Festivals gibt, sind wir vielleicht in der Bundesliga.“ Die Landschaft setzt der Zeltgröße bestimmte Limits, die ganz großen Namen kommen aber erst ab 5000 Besucher aufwärts. Was die absolute Obergrenze für ein KulturPur-Einzelkonzert ist. „Das würde auch zu Lasten des familiären Charakters gehen“, glaubt Suttner, das direkte Erleben der Musik sei etwas, auf das man auch zugunsten noch so berühmter Künstler nicht verzichten wolle.

Das Konzept in desem Jahr sei aufgegangen so Suttner. Die Mischung aus Talenten und großen Namen, auch der musikalische Mix aus Klassik und Metal. Durch die große Spannbreite sei für jeden Geschmack etwas dabei. Schließlich sei das Programm für Zwei- bis 80-Jährige.

Hitze auch kein perfektes Wetter für KulturPur

In diesem Jahr zog es mehr als 58 000 Leute auf den Giller. 10 000 mehr als im Vorjahr. Laut Suttner hätten es auch bei KulturPur 24 auch mehr sein können: „Hitze ist leider auch kein perfektes KulturPur-Wetter.“ Gerade Familien mit kleinen Kindern würden dann nicht auf den Giller kommen. Für Kleinkinder sei es einfach zu heiß.

2013 gab es einen sonnigen Tag mit 25 000 Leuten. In diesem Jahr habe sich das Publikum besser auf alle Tage verteilt. „90 Prozent der Shows waren ausverkauft, viele Karten gingen noch an der Abendkasse weg. Finanziell sind wir damit voraussichtlich im kalkulierten Rahmen“, sagt Suttner. Ein Junge verletzte sich beim Spielen am Fuß und musste mit dem Hubschrauber ausgeflogen werden. Ansonsten gab es zu keinen großen Zwischenfälle.

Glück hatten die Veranstalter am Sonntag. Erst gegen 18 Uhr wurde die Unwetterwarnung für den Giller aufgehoben. Die dunklen Wolken verzogen sich nach drückender Schwüle. Das heftige Gewitter mit Hagel ging in Wittgenstein, wenige Kilometer entfernt vom Festivalgelände, runter. „Wir sind für Notfälle dieser Art vorbereitet“, so Suttner. Seit der Loveparade-Katastrophe seien die Sicherheitsauflagen noch einmal erhöht worden. Hauptsächlich gehe es aber um die Musik und darum, dass die Menschen eine gute Zeit haben.

 
 

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