52 000 Gäste erleben KulturPur 21 in Hilchenbach

Blick am Abend bzw. bei Nacht auf das Festivalgelände der 21. Auflage von Kultur Pur. Foto: Alex Völkel
Blick am Abend bzw. bei Nacht auf das Festivalgelände der 21. Auflage von Kultur Pur. Foto: Alex Völkel
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Hilchenbach. 52 000 Gäste sind zu KulturPur 21 auf den Giller gekommen – was die Besucherzahlen angeht, hat das Festival sich damit dem Normalmaß angenähert, das die Veranstalter für das Jahr nach dem Jubiläum vorausgesagt haben.

Normalmaß, was die Zahlen angeht – obwohl bei vergleichbar gutem Wetter in den letzten Jahren auch schon mal 60 000 Besucher gezählt wurden. Allein am Sonntag sollen sich um die 25 000 Gäste auf dem Giller getummelt haben, und auch am Montag war die Heide beliebter Treffpunkt.

„Sehr zu wünschen übrig“ lasse das Programm, hatte jemand im Vorfeld das Kultur-Pur-Team auf dessen Internetseite wissen lassen. Dass die „ganz großen Namen“ fehlten, räumte Beate Schmies am Eröffnungsabend ein: „Aber warum soll ein Festival in der Provinz nicht auch einmal Trendsetter sein?“

Für den ganz großen Sturm in die Theaterzelte hinein war das zu wenig. Für einen Ausflug auf die Ginsberger Heide bei überraschend schönem Pfingstwetter reichte die Attraktion von Kultur Pur aber allemal: Vor allem am Sonntag war sie wieder da – die Kultur-Pur-Volksfeststimmung für Jung und Alt vom Mittag bis in die späten Nachtstunden. Und auch die ganz späten Gäste mochten sich kaum losreißen: Im Pulk standen sie mit ihren Fotohandys am Wegesrand, um eine Impression von der prächtig illuminierten Zelttheaterstadt festzuhalten.

Sternstunde mit Sophie Hunger

Die, die sich auf die Top Acts dieses Jahres eingelassen haben, sind auf ihre Kosten gekommen: „Eine Sternstunde bei Kultur Pur“ sei das Konzert von Sophie Hunger gewesen, schreibt ein Besucher der KulturPur-Homepage. „Absolut hammergeil“ fand ein anderer den Auftritt von Subway to Sally. Und auch die Künstler fühlten sich, wie immer, wohl auf dem Giller: „Es war großartig bei euch“, schreiben Linne und Riesling, die die Wahn-und-Witz-Comedy-Produktion moderierten, auf der KulturPur-Facebookseite.

Begonnen hatte KulturPur 21 mit Familie Flöz und ihrem Maskentheater über das mörderische Hotel Paradiso – übrigens ein Rückgriff auf die gute alte Festivaltradition, auf dem Giller auch Theater zu spielen. Die russischen Clowns Mim I Richi, deren Vorgänger „Mimikritschi“ 1991 und 1992 als Top Acts gefeiert wurden, und die japanischen Baumstammtrommler „Gocoo“ beschlossen am Montagabend KulturPur 21. Eindeutiger Sieger nach Besucherzahlen: „Wir sind Helden“, die auf dem Giller ihre Open-Air-Saison starteten.