23 Neuntklässler bieten Hilfe für Haus und Garten an

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Freudenberg.. Gertrud Giebeler hat bereits gute Erfahrungen mit Schülerinnen gemacht, die mit kleinen Arbeiten ihr Taschengeld aufbessern möchten. Die Freudenbergerin, Mitglied des Seniorenbeirats, fungiert ab sofort als „Vermittlungsstelle“ für Neuntklässlerinnen und -klässler der Realschule, die sich gemeldet haben, um für Dienstleistungen rund um Haus und Garten zur Verfügung zu stehen.

Schneeräumen ausgeschlossen

Bei Gertrud Giebeler hat es bislang gut geklappt. Als sie vor drei Jahren las, dass ein solcher Service in Siegen angeboten wird, meldete sie sich direkt in der Nachbarstadt. Ihr wurden seither zwei Mädchen vermittelt, die in Gertrud Giebelers Garten den Rasen mähen: „Und das zu meiner vollsten Zufriedenheit“, sagt die Seniorin. Gepasst hat es auch: Beide junge Frauen stammen aus dem Freudenberger Stadtgebiet.

Kurz vor Start in die Osterferien ist Seniorenbeiratsvorsitzende Edith Holzapfel denn auch froh, nach mehrmonatigem Anlauf eine ausreichend hohe Zahl an interessierten jungen Leuten an der heimischen Realschule für die Freudenberger Taschengeldbörse gewonnen zu haben. Eine große Bereitschaft ist vorhanden: fürs Fensterputzen (Sina), fürs Einkaufen und Haustiere betreuen (Daniela) oder — gern gesehen – für Unterstützung am Computer, wie es Sebastian und Patrick anbieten.

Wie auch schon in Nachbarkommunen, die schon länger dabei sind, sollen auch in Freudenberg alte Menschen, Familien, Berufstätige und jeder andere, der möchte, die Taschengeldbörse anrufen und die Dienste in Haus und Garten bestellen. Jung und Alt, so der Wunsch der Initiatoren des Seniorenbeirats, sollen voneinander profitieren und fair miteinander umgehen.

Maximal zwei Stunden soll ein solcher Einsatz dauern, höchstens vier Stunden in der Woche. Fünf Euro ist der festgelegte Stundensatz. Gefährlich darf die Arbeit nicht sein. Auch Schneeräumen am Morgen ist nicht erlaubt. Die Schule soll nicht vernachlässigt werden.

Wie Bernd Meichelböck vom Fachbereich Jugend, Familie und Senioren der Stadtverwaltung bei Vorstellung der mit 23 Teilnehmerinnen und Teilnehmern schon stattliche Schülergruppe sagte, gibt es bereits Anfragen aus allen Teilen der Bevölkerung. Die Taschengeldbörse kann starten: Anmeldungen sind donnerstags von 15 bis 18 Uhr an Gertrud Giebeler, 02734/8097 zu richten; zu anderen Tages- und Wochenzeiten ist der Anrufbeantworter eingeschaltet.

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