Wasserfreunde Rheinberg – Sanierung in Borth voll im Plan

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Der Rat in Rheinberg segnet heute den Dringlichkeitsbeschluss zur Sanierung der Kleinschwimmhalle in Borth ab. Mit den Arbeiten ist der Trägerverein ziemlich gut in der Zeit. Im Dezember soll das Wasseraufgedreht werden, der Schwimmbetrieb nach den Weihnachtsferien beginnen.

Rheinberg.  17 Meter lang, acht Meter breit: Das ist nicht gerade das, was man sich landläufig unter einem Hallenschwimmbad vorstellt. Aber so war das Objekt an der Pastor-Wilden-Straße auch nie ausgelegt – bei der Eröffnung im Jahr 1964 und errichtet von der damals noch selbstständigen Gemeinde Borth war es das erste Lehrschwimmbecken im Regierungsbezirk. Generationen von Kindern haben hier das Schwimmen gelernt.

Das war später Geschichte. „Im November 2012 wurde der Betrieb eingestellt“, blickt Martin Gärtner im Gespräch mit der NRZ zurück. Gärtner ist der 1. Vorsitzende der Wasserfreunde Rheinberg. Dieser Verein gründete sich im Februar 2014 – und hat zum Ziel, das Bad in Borth zu erhalten.

Schon jetzt kann Gärtner zumindest einen Teilerfolg vermelden. „Wir sind mittendrin bei der Sanierung und voll im Plan, was sowohl die Zeit als auch die Kosten angeht. Unser Ziel ist es, im Dezember den Wasserhahn aufzudrehen!“

Heute steht bei der Ratssitzung das Absegnen eines so genannten Dringlichkeitsbeschlusses auf der Tagesordnung. Damit werden endgültig die 485 000 Euro der Stadt zur Sanierung des Bads freigegeben. Dass der Rat den bereits am 4. Juli gefassten Beschluss ablehnt, steht nicht zu erwarten. Selbst ein langjähriger Ratsherr wie Wolfgang Fillers, auch bei den Wasserfreunden engagiert, kann sich das nicht vorstellen: „So etwas habe ich in 45 Jahren Ratstätigkeit noch nicht erlebt!“

Wie das so ist bei Altbauten: „Wir mussten mitten in den Arbeiten noch eine Sanierung nachschieben“, erzählt Gärtner. „Da war mehr zu tun, als wir geplant hatten. Dass wir dennoch gut im Budget stehen, liegt daran, dass wir so gut wie keine Planungskosten haben.“ Im Verein gebe es für fast alle Gewerke Fachleute. „Da können wir eine Menge sparen, weil wir selber die Vorgaben machen.“

Das Gute an der Zusammenarbeit mit der Stadt sei, dass alles reibungslos klappe – noch fehlende Ratszustimmung zum Dringlichkeitsbeschluss hin oder her. Mit der Gründung der Wasserfreunde als Trägerverein für den Betrieb der Kleinschwimmhalle und der Genehmigung des Rheinberger Haushalts 2014 durch den Kreis Wesel konnte das Geld bereits freigegeben werden. Gärtner: „Und wir haben auch schon fleißig ausgegeben!“ Sobald für eine Arbeit eine Rechnung vorliege, werde sie bei der Stadt eingereicht, eine knappe Woche später habe der Verein das Geld und könne die Rechnung dann bezahlen.

Der Vorsitzende der Wasserfreunde geht davon aus, dass das Bad nach den Weihnachtsferien genutzt werden kann. „Das werden vorrangig schulische, städtische oder Vereinszwecke sein.“ Dafür bekommt der Verein ein Nutzungsentgelt. Gärtner hofft darauf, dass es später auch zu einer Satzungsänderung kommt – dann könnte es möglich sein, Rehakurse im Bad anzubieten.

 
 

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