Veen besinnt sich

Die Mitglieder der Pfarrgemeinde treffen sich jeden Adventssonntag an der Kirche St. Nikolaus, um von dort zu den Ausrichtern des jeweiligen Adventstores zu laufen.
Die Mitglieder der Pfarrgemeinde treffen sich jeden Adventssonntag an der Kirche St. Nikolaus, um von dort zu den Ausrichtern des jeweiligen Adventstores zu laufen.
MItglieder der Pfarrgemeinde St. Nikolaus Veen macht sich auch in diesem Advent „auf den Weg zur Krippe“.

Alpen-Veen..  Es passte punktgenau. Als die kleine Gruppe vor der Kirche die ersten Töne anstimmte, fielen die Glocken hoch im Turm ein. „Wir sagen Euch an den lieben Advent“, sangen Groß und Klein. Nur die erste Kerze, die im Adventslied besungen wird, war nicht angezündet. Stattdessen Pechfackeln. In deren Schein zog die bunte Schar in der Dunkelheit des Ersten Advents durch die Veener Straßen. Als sie zurück zum Kirchplatz kamen, erwartete sie im Saal des Pfarrheimes das Nachwuchsorchester des Akkordeonorchesters Veen. Auf den Tischen selbst Gebackenes, überall Kerzenschein.

„Wir machen uns auf den Weg zur Krippe“ hieß das Motto des Adventsabends. Dem noch drei weitere Abende an den nächsten Sonntagen folgen werden. „Eine wunderschöne Einstimmung in den Advent“, meinte Cornelia Gietmann vom Pfarrgemeinderat der Veener katholischen Gemeinde. „Seit 15 Jahren begehen wir gemeinsam den Advent mit besonderen Aktionen.“ Da entstünden Adventsfenster, die man besuche, Nachbarschaften und Vereine engagierten sich. „Wir wollen auf die Menschen zugehen, ihnen zeigen, dass der Advent eine besinnliche Zeit ist.“ An jedem Adventssonntag fände eine solche Aktion statt. Besinnung sei angesagt. Da wandern dann Groß und Klein auch mal weit raus aus dem kleinen Dorf. Da wird gesungen, werden adventliche, manchmal zum Nachdenken anregende Geschichten erzählt und Gedichte vorgetragen.

Musik im Mittelpunkt

„Heute beginnen wir die adventlichen Abende einmal anders: Musikalisch“, erklärte Cornelia Gietmann. So stand diesmal kein festlich beleuchtetes Fenster mit Figuren im Mittelpunkt, sondern in die Vorweihnachtszeit einstimmende Musik. Steffi van Bebber, die das Nachwuchsorchester leitet, begrüßte die Wanderer. „Die Adventszeit ist eine besondere Zeit.“

Leider auch hektisch. So persiflierte sie die Suche nach Geschenken, den Kaufrummel und stimmte damit ein in einen gelungenen Abend. Ihr Nachwuchsorchester, nicht nur junge Leute, ein Schlagzeuger, die anderen mit dem Akkordeon, leiteten musikalisch in den Advent. Schon der Einstieg war brillant mit einem Kanon in D-Dur. Hätte man die Augen geschlossen, hätte man eine Orgel, etliche Flötisten vermutet. So sacht, so einfühlsam.

Weit mehr vorweihnachtliche Lieder gab es, von „Lasst uns froh und munter sein“ über Jingle Bells und Rudi, dem rotnasigen Rentier bis in die Moderne. „Wir spielen sogar Michael Jackson“, schmunzelte die Dirigentin. „You are not alone“, passend zur vorweihnachtlichen Hoffnung.

Auch für den Zweiten Advent hat die Pfarrgemeinde St. Nikolaus Veen eine Gruppe Freiwilliger gefunden.

Das nächste Adventsfenster wird im Neubaugebiet auf der Pastor van Oyen Straße bei Familie van Beek geöffnet, die mit der Hilfe des „Freundeskreises Karneval“ das Fenster gestaltet.

Treffpunkt ist um 18 Uhr bei jedem Wetter an der Veener St. Nikolaus Kirche.

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