Thomas II., der Charmante, heißt der Prinz von Rheinberg

Das neue Dreigestirn der Rhinberkse Jonges: von links Zeremonienmeister Wolfgang Rams, Prinz Thomas Schmengler und Hofmarschall Christian Steinhaus
Das neue Dreigestirn der Rhinberkse Jonges: von links Zeremonienmeister Wolfgang Rams, Prinz Thomas Schmengler und Hofmarschall Christian Steinhaus
Foto: Lars Kisters
Er führt die Rhinberkse Jonges durch den Karneval. Ihm zur Seite stehen Zeremonienmeister Wolfgang Rams und Hofmarschall Christian Steinhaus.

Rheinberg.  Rheinberg helau! Drei Wahlgänge brauchte es, dann stand er fest, der neue Prinz der Rhinberkse Jonges: Thomas Schmengler setzte sich gegen Ralf Renkens durch. Ab sofort heißt Schmengler – zumindest im Karneval – nur noch Thomas II., der Charmante. Ihm zur Seite stehen Hofmarschall Christian Steinhaus und als Zeremonienmeister Wolfgang Rams.

Das neue Dreigestirn kennt sich im Karneval bestens aus. Vor 20 Jahren spielten sie schon einmal diese Rolle im Rheinberger Karneval, wenn auch in anderer Verteilung. Insofern sind sie bestens gerüstet für die jecke Zeit bis zum 1. März 2017. Dann ist Aschermittwoch – und alles vorbei.

Wer sich einer solchen Wahl bei den Jonges stellt, muss genau wissen, was er tut. „Man stellt sein Leben ganz um. Der Jahresurlaub geht drauf, die Schichtpläne müssen an den Terminen ausgerichtet werden“, erklärt Clemens Geßmann, Präsident der Rhinberkse Jonges. Und: „Ich bin froh, dass es solche Verrückten gibt!“

Aber verrückt sein allein reicht dann doch nicht. Man muss mindestens ein Jahr Mitglied im Verein sein. Einfach Geld ausgeben und dann Prinz werden gehe auch nicht, so Geßmann. „Wir sorgen dafür, dass der Prinz richtig ausgestattet wird. Das Portemonnaie entscheidet nicht darüber!“ Vorher muss man sich nämlich engagieren, beim Wagenbau, als Büttenredner zum Beispiel. Und dann muss man natürlich auch noch gewählt werden.

Für den Rosenmontagszug am 27. Februar 2017 ist man bei den Jonges bereits gut gerüstet. Geßmann: „Natürlich haben wir schon Gespräche mit den Ordnungsbehörden zur Vorbereitung des Zugs geführt. Unser Sicherheitskonzept ist in Ordnung und musste nur fortgeschrieben werden.“

Wer mitmachen möchte beim Zug (bis jetzt schon 60 Einheiten, so Geßmann), kann sich auf der Internetseite www.rhinberkse-jonges.de schlau machen. Dort stehen alle nötigen Informationen. Und auch im kommenden Jahr gilt wieder das Angebot, dass die Jonges mit Rat und möglicherweise auch mit Tat zum Beispiel beim Wagenbau zur Seite stehen.

Das Musikkonzept bleibt ebenfalls. „Wir sind stolz darauf, dass wir wieder zehn Musikkapellen im Zug haben werden“, sagt Geßmann. „Stimmung geht nur mit Livemusik. Sobald die Kapellen anfangen zu spielen, wird die Musik aus den Lautsprechern abgestellt. Wenn sich jemand nicht daran hält: Es gibt auch Seitenschneider!“ Dann werden halt die Kabel durchtrennt.

Dass peinlich genau darauf geachtet wird, dass Jugendliche keinen verbotenen Alkohol trinken, ist bekannt. Und Ärger will man auch im kommenden Jahr nicht beim Rosenmontagszug haben. Dazu passt wunderbar das Sessionsmotto: „Wej fiere ohne Terz mit Karneval im Herz“. Rheinberg helau!

 
 

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